+
Die EU hoffe, dass im Iran der Wille des Volkes respektiert werde, sagte Chef-Diplomat Javier Solana.

EU will den Dialog mit Iran fortführen

Luxemburg - Die Europäische Union sucht trotz Besorgnis über den Verlauf der Präsidentenwahl im Iran weiter den Dialog mit der politischen Führung in Teheran.

Europa wolle auf jeden Fall weiterhin mit dem Volk und der Führung des Irans im Gespräch bleiben, sagte EU-Chefdiplomat Javier Solana am Montag zu Beginn eines Treffens der EU-Außenminister in Luxemburg. “Es gibt eine Menge Dinge, die wir gemeinsam tun sollten.“

Finnlands Außenminister Alexander Stubb forderte: “Wir sollten den Dialog aufrechterhalten. Das müssen wir Europäer tun und hoffentlich auch die USA, die ebenfalls an Bord sein sollten.“ Solana sagte zu den Vorwürfen einer Wahlfälschung: “Ich bin sehr besorgt über die jüngsten Bilder aus Teheran und ich hoffe sehr, dass zu guter Letzt der Wille des Volkes respektiert wird.“

Kein Wandel im Atomprogramm erwartet

Im Streit um das iranische Atomprogramm hoffe er auf eine Fortsetzung von Gesprächen, sobald eine Regierung gebildet ist: “Ich glaube nicht, dass ich in dieser Frage einen fantastischen Wandel erwartet hatte. Es wird schwierig, aber ich hoffe, dass sie (die Iraner) sich engagieren werden.“

EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner erklärte: “Ich hoffe, dass der Iran alle Beschwerden über Unregelmäßigkeiten prüfen wird.“ Sie habe großen Respekt vor allen iranischen Bürgern, die ihre Unzufriedenheit gezeigt und friedlich demonstriert haben. Und fügte hinzu: “Ich hoffe, dass die Sicherheitskräfte keine Gewalt anwenden.“

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare