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Die Finanzminister werden bei einem Treffen in Bratislava "sehr deutlich darauf hinweisen, dass die Auszahlung von Mitteln an Bedingungen hängt," so Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling.

"Wir brauchen wirklich Fortschritte"

Eurogruppe macht Druck auf Griechenland

Bratislava - Die Euro-Partner wollen von Griechenland bei den verlangten Reformen für weitere Hilfszahlungen schnell Ergebnisse sehen. Es sei nicht neu, dass die Umsetzung von Auflagen immer erst gegen Ende der vereinbarten Zeit erfolge, so Schäuble.

"Der Sommer ist vorbei, packt die Campingausrüstung ein", sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Freitag bei einem Treffen der Finanzminister der Währungsunion in Bratislava. "Der Druck ist zurück. Wir brauchen wirklich Fortschritte." Das mehrfach vom Staatsbankrott gerettete Griechenland muss für die Auszahlung einer weiteren Hilfstranche in Höhe von 2,8 Milliarden Euro eine Reihe von Reformen umsetzen.

Am Freitag werden die Euro-Finanzminister in Bratislava über den Stand der Umsetzung informiert, eine ursprüngliche Frist bis Mitte September gilt als kaum mehr erreichbar. Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling forderte in der slowakischen Hauptstadt, Vereinbarungen müssten eingehalten werden. Die Finanzminister würden bei dem Treffen "sehr deutlich darauf hinweisen, dass die Auszahlung von Mitteln an Bedingungen hängt". Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte, die Reformen müssten aus seiner Sicht bis Ende September stehen. "Also bleibt noch Zeit für Griechenland. "Das ist ja nicht neu bei Griechenland, dass wir die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen immer erst in der Endphase der vereinbarten Zeit erleben."

dpa

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