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Die Flüchtlingstragödie vor der Mittelmeerinsel Lampedusa

Weber fordert „Kultur des Hinsehens“

CSU-Parlamentarier: Lampedusa muss Politik ändern

München - Die Flüchtlingstragödie vor der Mittelmeerinsel Lampedusa muss die europäische Politik verändern. Das hat der CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk gefordert.

An allen Außengrenzen der EU sei eine „Kultur des Hinsehens“ nötig. Scharf kritisierte Weber die italienische Gesetzgebung, die die Rettung aus Seenot durch Schiffe zum Teil unter Strafe stellt. „Solche Gesetze gehören weg“, betonte der bayerische Parlamentarier. In Not geratene Flüchtlinge müssten gerettet, aber auch „konsequent zurückgeführt“ werden. Die Probleme Afrikas ließen sich nicht mit mehr Zuwanderung lösen.

Der CSU-Politiker bedauerte in diesem Zusammenhang, dass viele europäische Länder wegen der Finanzkrise ihre Entwicklungshilfebudgets gekürzt hätten. Afrika müsse auch finanziell geholfen werden, um die Flucht aus wirtschaftlichen Gründen zu verhindern.

AFP

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