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EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini im Europäischen Parlament.

13 Milliarden Euro

Europäische Verteidigungsausgaben sollen deutlich steigen

Zur Stärkung der europäischen Verteidigung soll nach dem Willen der EU-Kommission im kommenden Jahrzehnt deutlich mehr Geld ausgegeben werden als zuletzt.

Straßburg - Zur Stärkung der europäischen Verteidigung soll nach dem Willen der EU-Kommission im kommenden Jahrzehnt deutlich mehr Geld ausgegeben werden als zuletzt. Ein Fonds für die gemeinsame Forschung und Entwicklung moderner Waffensysteme soll in den Jahren 2021 bis 2027 mit 13 Milliarden Euro ausgestattet werden, wie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Mittwoch in Straßburg sagte. Im aktuellen Finanzrahmen sind gerade mal 590 Millionen Euro für die gemeinsame Verteidigung vorgesehen. Der Verteidigungsfonds wurde bereits im vergangenen Jahr ins Leben gerufen.

Zum ersten Mal gemeinsame Technologie- und Ausrüstungs-Investitionen

„Mit unseren Vorschlägen wird es für die EU einfacher, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen“, sagte Vize-Kommissionschef Jyrki Katainen. Zum ersten Mal in der Geschichte der EU sei ein Teil des Haushalts für gemeinsame Investitionen in neue Technologie und Ausrüstung vorgesehen.

Katainen betonte, ein stärkeres Europa bedeute auch eine stärkere Nato. US-Präsident Donald Trump kritisiert die Nato-Partner regelmäßig wegen ihrer seiner Ansicht nach zu geringen Ausgaben für Verteidigung. Trumps Politik steigert nach Ansicht vieler EU-Staaten aber auch die Notwendigkeit, sich unabhängiger von den USA zu machen.

EU-Staaten und Europäisches Parlament müssen noch zustimmen

Aus dem Fonds sollen nach den Plänen der EU-Kommission nur Projekte mit Beteiligten aus mindestens drei EU-Ländern finanziert werden können. Ein Teil des Geldes soll für revolutionäre Technik und innovative Ausrüstung ausgegeben werden.

Die Vorschläge sind Teil der EU-Finanzplanung für das kommende Jahrzehnt, die den Kommissionsplänen zufolge insgesamt 1279 Milliarden Euro umfassen soll. Doch die EU-Staaten und das Europaparlament müssen noch zustimmen.

dpa

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