Am 24. Juni wird gewählt

Europarat und OSZE wollen Wahl in Türkei beobachten - EU-Parlament lehnt ab

Die Vorbereitungen auf die vorgezogenen Parlaments- und Präsidentenwahlen in der Türkei am 24. Juni laufen auf Hochtouren. Nun wird bekannt: Sowohl der Europarat als auch die OSZE wollen Wahlbeobachter entsenden - das EU-Parlament verzichtet derweil darauf.

Straßburg - Die Parlamentarische Versammlung des Europarats schickt im Vorfeld der vorgezogenen Parlaments- und Präsidentenwahlen in der Türkei sieben Beobachter in das Land. Die Abgeordneten sollen am 29. und 30. Mai den Wahlkampf und die Vorbereitung der Wahlen bewerten, wie die Versammlung am Freitag mitteilte.

Geplant sind an den beiden Tagen Treffen mit Vertretern des türkischen Parlaments und der zur Wahl antretenden Parteien. Auch mit Medienvertretern und Nicht-Regierungsorganisationen sollen Gespräche geführt werden. Eine 33-köpfige Delegation soll dann am 24. Juni die Wahlen selbst beobachten.

Auch bei der Wahl in der Türkei sollen Wahlbeobachter zum Einsatz kommen - so wie hier bei den Wahlen in Südkorea.

Auch die OSZE will de Wahl in der Türkei beobachten

Die Parlamentarische Versammlung mit Abgeordneten aus allen 47 Mitgliedstaaten des Europarats schickt regelmäßig Wahlbeobachtermissionen los. Die Türkei ist selbst Mitglied der Staatenorganisation mit Sitz in Straßburg, die über die Einhaltung der Menschenrechte wacht. Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will die Wahlen in dem Land beobachten.

Das EU-Parlament wiederum hatte am Mittwoch angekündigt, keine Wahlbeobachter in die Türkei zu schicken. Das habe man noch nie getan, hieß es zur Erklärung. Und weil die Zeit wegen der vorgezogenen Wahlen knapp sei, werde man daran auch nichts ändern.

Mehr zu den Wahlen in der Türkei:

dpa

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