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Varoufakis kandidiert bei der Europawahl aus Verbundenheit zu Deutschland.

Ex-Finanzminister Griechenlands

Varoufakis kandidiert bei Europawahl für Deutschland - Jetzt kriegt er Unterstützung von Pamela Anderson

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Der ehemalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis tritt bei der Europawahl für Deutschland an. Sogar Pamela Anderson unterstützt ihn im Wahlkampf.

Update vom 7. Juli 2019: Wie die Wahl in Gianis Varoufakis‘ Heimatland Griechenland ausgeht, erfahren Sie am Sonntagabend in unserem News-Ticker.

Update vom 9. Mai 2019: Gianis Varoufakis kandidiert für Deutschland bei der Europawahl. Jetzt bekommen er und seine Bewegung „Democracy in Europe Movement 2025“ prominente Unterstützung im Wahlkampf. Pamela Anderson, bekannt aus der Kultserie „Baywatch“, setzt sich im Europawahlkampf für die Liste des früheren griechischen Finanzministers ein wie dieWelt berichtet. „Wir brauchen einen Wandel im politischen Klima und sollten dabei aber auch unseren Lebensstil ändern“, sagte die US-amerikanisch-kanadische Schauspielerin. 

Schon früher setzte sie sich für den Tier- und Klimaschutz ein. „Ich möchte meine Bekanntheit für diese gute Sache einsetzen.“ Sie sei froh und stolz, an der Seite von Varoufakis für das ökologische Programm „Green New Deal“ zu kämpfen. Srecko Horvat, Mitbegründer von „Democracy in Europe Movement 2025“, will mit Hilfe der „Baywatch“-Darstellerin die Aufmerksamkeit auf den deutschen Ableger der Bewegung lenken: „Wir sehen das als deutliches Statement, dass eine Kanadierin, die in Frankreich lebt und gerade aus London anreist, politisch aktiv in Deutschland ist.“

Anderson bekennt sich als Deutschland-Fan: „Jeder sieht Deutschland als Vorbild, sogar mein Sohn. Für den ist Deutschland cool“, sagte die Schauspielerin. Ihr Sohn habe deutsch sogar als Fremdsprache in der Schule gewählt. Währenddessen stehen in Griechenland die Wahlen an: Dort könnte auf Premier Tsipras jedoch eine verheerende Wahlniederlage warten.

Erstmeldung: Varoufakis kandidiert bei Europawahl für Deutschland - Aus diesem Grund ist es möglich

Berlin - Der ehemalige griechische Finanzminister Gianis Varoufakis will mit seiner Europawahl-Kandidatur in Deutschland nach eigenen Worten symbolisieren, dass es keinen Konflikt zwischen beiden Ländern gibt. Konflikte in der griechischen Wirtschaftskrise hätten zwei stolze Nationalitäten gegeneinander gestellt, sagte Varoufakis der Deutschen Presse-Agentur am Samstag am Rande der Konferenz „A Soul for Europe“ in Berlin. Der Hauptgrund für seine Kandidatur bei der Europawahl sei, „dass Europa droht zu zerfallen“. Ein Zerfall werde in ganz Europa „politische Monster“ von der rechten Seite hervorbringen.

Varoufakis kann wegen deutschem Wohnsitz für Deutschland kandidieren

Varoufakis kandidiert in Deutschland für die Europawahl am 26. Mai als Spitzenkandidat einer Partei mit dem Namen Demokratie in Europa - einem deutschen Ableger von Varoufakis' europäischer Bewegung „Democracy in Europe Movement 2025“ (Diem25). Der Linkspolitiker sagte, er erfülle die Voraussetzungen für eine Kandidatur. Dazu gehört für Bürger anderer EU-Länder, einen Wohnsitz in Deutschland zu haben.

Nach Varoufakis' Ansicht haben das Finanz, Sozial- und Wirtschaftssystem in der EU „keine Chance, sich selbst aufrechtzuerhalten und einen Kollaps zu vermeiden“. Sie seien so aufgebaut, dass sie eine Finanzkrise nicht dauerhaft durchstehen könnten. Sofortige und dringende Veränderungen seien notwendig.

Varoufakis war Schäubles Gegenspieler Schäubles in der Euro-Schuldenkrise

Der 58-Jährige war 2015 nach rund einem halben Jahr als Minister der Links-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras zurückgetreten. Er hatte in der Euro-Schuldenkrise versucht, die Gläubiger Griechenlands zu einem Schuldenschnitt zu bewegen und soziale Kürzungen zu vermeiden - und war quasi ein Gegenspieler des damaligen Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble (CDU) gewesen, der auf einen strikten Sparkurs gedrungen hatte.

Auch interessant: Die Europäische Union hat sich festgelegt: Theresa May und die Briten bekommen einen Brexit-Aufschub. Die Queen wird eine Rede vor dem Unterhaus halten, die könnte für May peinlich werden.

dpa

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