Europol-Bericht

Fahnder nahmen 2015 in EU mehr als 1000 Terrorverdächtige fest

Brüssel - Mehr als 1000 Menschen wurden im vergangenen Jahr in der EU wegen Terrorverdachts festgenommen. Auch, wie viele Anschläge ausgeführt oder vereitelt wurden, gab die Polizeibehörde Europol am Montag bekannt.

In der EU sind im vergangenen Jahr mehr als 1000 Terrorverdächtige festgenommen worden. Wie ein Spitzenvertreter der europäischen Polizeibehörde Europol am Montag im EU-Parlament berichtete, waren darunter 667 Personen, die der Dschihadisten-Szene zugeschrieben werden. Hinzu kamen 168 als Nationalisten oder Separatisten eingestufte Verdächtige. Auf Linksextremisten entfielen demnach lediglich 67 und auf Rechtsextremisten nur 11 Festnahmen.

Insgesamt registrierte Europol im vergangenen Jahr 211 ausgeführte, gescheiterte oder vereitelte Terrorpläne in der EU. Die mit Abstand blutigsten Anschläge verübten zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zählende Attentäter in Paris. Dort gab es allein bei der Anschlagsserie im November 130 Todesopfer. Insgesamt wurden in der EU im vergangenen Jahr 151 Opfer gezählt.

Terroranschläge in Paris - Bilder

Die Zahlen stammen aus einem Europol-Bericht zur Entwicklung des Terrorismus in der EU, der in Kürze veröffentlicht werden soll. Sie wurden im Parlament von Manuel Navarrete Paniagua präsentiert, der das neue Europäische Zentrum zur Terrorismusbekämpfung bei Interpol leitet.

Die Festnahme, die 2016 wohl für die größte Aufregung sorgte, war die Saleh Abdeslams. Der 26-Jährige soll an den Pariser Anschlägen beteiligt gewesen sein.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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