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Der ehemalige US-Außenminister Colin Powell ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Foto: David Bohrer/Archiv

Gehackte E-Mails

Ex-Außenminister Powell: Israel hat 200 Atomsprengköpfe

Washington - Es gilt als sicher, dass Israel im Besitz von Atomwaffen ist. Die Zahl der Sprengköpfe könnte dabei doppelt so hoch sein wie bislang vermutet.

Der frühere US-Außenminister Colin Powell hat die Zahl der israelischen Atomsprengköpfe auf 200 beziffert. Das geht aus gehackten E-Mails des Republikaners aus dem März 2015 hervor, die eine Enthüllungsplattform veröffentlicht hat. Bislang war von weit weniger Atomwaffen ausgegangen worden. Die Federation of American Scientists (FAS) beziffert die Sprengköpfe in Israel auf 80.

In den E-Mails tauscht sich Powell mit einem Vertrauten über die Verhandlungen zum iranischen Atomabkommen aus. Er bezweifelt, dass der Iran - ein erklärter Erzfeind Israels - Atomwaffen einsetzen würde, selbst wenn das Land welche bauen könnte. "Die Jungs in Teheran wissen, dass Israel 200 hat, die alle auf Teheran gerichtet sind, und wir haben tausend."

In dem Schriftverkehr mit dem US-Investor Jeffrey Leeds geht es um eine Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor dem US-Kongress am 3. März 2015. Netanjahu hatte darin eindringlich vor dem Abkommen des Westens mit dem Iran gewarnt. Ziel des Deals mit Teheran ist es, die Islamische Republik vom Bau von Atomwaffen abzuhalten.

Der geleakte Schriftverkehr ist Teil zahlreicher E-Mails des Republikaners, die die Webseite "DCLeaks.com" in dieser Woche veröffentlicht hat. Powell räumte die Echtheit der Dokumente ein.

dpa

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