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Ex-CSU-Chef Theo Waigel soll für seine Partei einen Ehrenkodex erarbeiten

Nach Verwandtenaffäre

Waigel soll Ehrenkodex für CSU erarbeiten

München - Nach der Verwandtenaffäre versucht die CSU alles, um aus dem Sumpf der Vetternwirtschaft herauszukommen. Dabei soll nun Ex-CSU-Chef Waigel helfen, indem er einen Ehrenkodex für die Partei erarbeitet.

Als Reaktion auf die Verwandtenaffäre in Bayerns Landtag und Staatsregierung soll der frühere CSU-Chef Theo Waigel einen Ehrenkodex für die Partei ausarbeiten. Darin sollen die Verhaltensregeln für CSU-Abgeordnete und -Funktionsträger festgelegt werden, berichteten Teilnehmer der Parteivorstandssitzung am Montag in München. Wegen der Affäre waren CSU-Fraktionschef Georg Schmid und der Chef des Haushaltsausschusses, Georg Winter (CSU), von ihren Ämtern zurückgetreten.

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer ging unterdessen mit scharfer Kritik an den Medien zum Gegenangriff über. Anlass der Kritik war unter anderem ein Bericht des ZDF-„heute journals“ über Seehofers Nominierung als CSU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, die von Aufregung über die Affäre Hoeneß überschattet war. Der Sender hatte gemeldet, der FC-Bayern-Präsident sei aus einem CSU-Werbefilm herausgeschnitten worden - was laut CSU nicht stimmte. Moderator Claus Kleber habe dazu in einer Stellungnahme des Senders erklärt, das hätte „nicht passieren dürfen“, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag).

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dpa

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