+
Alois Glück.

"Sehr besorgt"

Glück mahnt: CSU entfremdet sich von ihren Wählern

Passau - Der ehemalige bayerische Landtagspräsident Alois Glück (CSU) sieht eine Entfremdung seiner Partei von ihren Wählern, zum Beispiel Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren.

„Wir sind heute zu sehr mit uns selbst beschäftigt und haben in viele Bereiche hinein nicht mehr ausreichend Verbindungen“, sagte Glück der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). „Massive Erosionserscheinungen in der Beziehung zur CSU gibt es zum Beispiel bei denjenigen, die sich für Flüchtlinge engagiert haben. Manche Äußerungen und Bewertungen zur Willkommenskultur wirken hier entsprechend negativ“, meinte der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

Glück betonte, die CSU sei immer eine Volkspartei gewesen, die in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen stark verwurzelt gewesen sei. Nun sieht Glück „eine gefährliche Entfremdung zu vielen Menschen, die bisher CSU wählten - Menschen, die zudem vom Typus her solche sind, die nicht nur zuschauen, sondern anpacken und sich aktiv einbringen“. Er sei „sehr besorgt darüber, dass in unseren Parteigremien diese Entfremdung nicht gespürt wird“.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Maas und Kauder: AfD zeigt rechtsradikales Gesicht
Berlin - Nach der umstrittenen Rede des AfD-Politikers Björn Höcke zum Umgang mit der NS-Vergangenheit hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) die Partei scharf …
Maas und Kauder: AfD zeigt rechtsradikales Gesicht
Terroranschlag in Wien verhindert: 18-Jähriger in Haft
Wien (dpa) - Die vereitelte Terrorattacke in Wien soll kurz bevorgestanden haben. Es gebe "Hinweise, dass ein solcher Anschlag sehr zeitnah geplant" war, sagte der …
Terroranschlag in Wien verhindert: 18-Jähriger in Haft
Verhinderter Terroranschlag in Wien: Beunruhigende neue Details
Wien - Die geplante Terrorattacke in Wien eines am Freitag verhafteten 18-jährigen Österreichers mit Migrationshintergrund stand offenbar kurz bevor.
Verhinderter Terroranschlag in Wien: Beunruhigende neue Details
Trumps Antrittsrede: Das sagt die internationale Presse
Berlin - Kampfansage, Drohung, Unanständigkeitserklärung: Für ihre Analysen von Donald Trumps Antrittsrede finden viele Nachrichten-Medien klare, sorgenvolle Worte. 
Trumps Antrittsrede: Das sagt die internationale Presse

Kommentare