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George Weah ist neuer Präsident im westafrikanischen Land Liberia.

Nach Stichwahl

Ex-Fußballstar Weah neuer Präsident in Liberia

Liberia hat einen neuen Präsident: George Weah. Der ehemalige Fußballstar hat die Stichwahl gegen den bisherigen Vizepräsidenten Joseph Boakai klar gewonnen, wie die Wahlkommission bestätigte.

Monrovia - Aus der Präsidentschaftsstichwahl im westafrikanischen Liberia ist der ehemalige Fußballstar George Weah als klarer Sieger hervorgegangen. Wie die Wahlkommission am Donnerstag nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte, kam Weah auf 61,5 Prozent. Auf seinen Kontrahenten, den Vizepräsidenten Joseph Boakai von der regierenden Einheitspartei (UP) entfielen 38,5 Prozent. Zu der Stichwahl waren am Dienstag rund 2,1 Millionen Menschen aufgerufen gewesen.

Schonin der ersten Wahlrunde am 10. Oktober hatte der frühere Weltfußballer Weah, der in den 1990er Jahren mit Paris Saint-Germain und dem AC Mailand Erfolge feierte, mit rund 38 Prozent der Stimmen vorn gelegen. Boakai kam auf knapp 29 Prozent. Wegen "massiver Unregelmäßigkeiten" legte Boakais UP Widerspruch gegen den Wahlgang ein. Die Klagen wurden aber abgewiesen. Wegen der juristischen Auseinandersetzungen wurde die ursprünglich für den 7. November geplante Stichwahl auf den 26. Dezember verschoben.

Weah bereits seit vier Jahren Senator

Der 51-jährige Weah hatte sich 2005 vergeblich um das Präsidentenamt beworben und 2011 vergeblich um das Amt des Vizepräsidenten. Seit 2014 ist der einstige Stürmer Senator. Insbesondere bei jungen Wähler genießt er große Sympathien. Der 73-jährige Vizepräsident Boakai galt als Kandidat der Kontinuität. Der für sechs Jahre gewählte Präsident wird am 22. Januar die Nachfolge der langjährigen Staatschefin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf antreten, die nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren durfte. Das kriegszerstörte Land im Westen Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Die schwere Ebola-Epidemie zwischen 2014 und 2016 hat die Wirtschaft zusätzlich belastet.

afp

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