+
Starb im Alter von 95 Jahren: Ex-General Gerd Schmückle.

Ex-General Schmückle gestorben

Berlin/München - Der ehemalige General Gerd Schmückle ist tot. Dies bestätigte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin.

Er starb im Alter von 95 Jahren in München, wie der „Tagesspiegel“ (Mittwoch) unter Berufung auf Familienkreise berichtete. Der in Stuttgart-Bad Cannstatt geborene Schmückle war der erste Deutsche, der stellvertretender Oberbefehlshaber der Nato in Europa wurde (1978-1980).

Schmückle war 1936 in die Wehrmacht eingetreten und diente während des Frankreich-Feldzuges unter Erwin Rommel. Noch Anfang 1944 wurde er Major. 1956 trat er dann in die im Aufbau befindliche Bundeswehr ein. Von 1957 bis 1962 war er Sprecher des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Strauß (CSU).

Nicht erst im Ruhestand fiel Schmückle immer wieder durch kritische Einlassungen zur Bundeswehr und zu Bundeswehreinsätzen auf - zuletzt zu der Mission in Afghanistan. Gleichwohl brachte er es zum Vier-Sterne-General.

In seiner Funktion als stellvertretender Oberbefehlshaber der Nato in Europa konnte er laut Munzinger-Archiv den deutschen Einfluss in der Nato stärken. 1980 trat er in den Ruhestand. Im Ruhestand erarbeitet er in den 1980er Jahren Vorschläge zur konventionellen und atomaren Abrüstung in Europa.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Guttenberg blickt kritisch nach Deutschland - und nennt Merkels Auftrag
Karl-Theodor zu Guttenberg sieht von außen zu, wie die großen Parteien Deutschlands versuchen, eine neue Koalition zu bilden. Der einstige Hoffnungsträger der Union …
Guttenberg blickt kritisch nach Deutschland - und nennt Merkels Auftrag
Ausnahmezustand in der Türkei vor sechster Verlängerung
Die türkische Führung will den Ausnahmezustand zum sechsten Mal verlängern. Eine Zustimmung des Parlaments gilt als sicher. Menschenrechtler kritisieren die Maßnahme …
Ausnahmezustand in der Türkei vor sechster Verlängerung
Facebook prüft möglichen russischen Einfluss auf Brexit-Entscheidung
Facebook wird nach Druck aus der britischen Politik ausführlich prüfen, ob es beim Online-Netzwerk russische Kampagnen vor der Brexit-Entscheidung im Sommer 2016 gab.
Facebook prüft möglichen russischen Einfluss auf Brexit-Entscheidung
Merkel will Kurz-Regierung an ihren Taten messen
Politisch liegen beide weit auseinander. Der Antrittsbesuch von Kanzler Kurz bei Kanzlerin Merkel verläuft trotzdem eher kooperativ als konfrontativ.
Merkel will Kurz-Regierung an ihren Taten messen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion