Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte soll nach Aussagen eines ehemaligen Milizsoldaten früher Tötungen mutmaßlicher Drogenhändler angeordnet haben. Foto: Cerilo Ebrano
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Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte soll nach Aussagen eines ehemaligen Milizsoldaten früher Tötungen mutmaßlicher Drogenhändler angeordnet haben. Foto: Cerilo Ebrano
Philippinische Polizisten untersuchen die Leiche eines mutmaßlichen Drogendealers, der in Manila von einem Unbekannten erschossen wurde. Foto: str
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Philippinische Polizisten untersuchen die Leiche eines mutmaßlichen Drogendealers, der in Manila von einem Unbekannten erschossen wurde. Foto: str
Eine Philippinerin trauert um einen Verwandten, der von einem unbekannten Killer in Manila erschossen wurde. Foto: str
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Eine Philippinerin trauert um einen Verwandten, der von einem unbekannten Killer in Manila erschossen wurde. Foto: str
Verhaftete mumaßliche Dealer und Drogenkonsumenten: Zehntausende stellten sich nach den Drohungen von Präsident Duterte mittlerweile der Polizei. Foto: Mark R. Cristino
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Verhaftete mumaßliche Dealer und Drogenkonsumenten: Zehntausende stellten sich nach den Drohungen von Präsident Duterte mittlerweile der Polizei. Foto: Mark R. Cristino
Polizisten untersuchen in Manila die Leichen zweier mutmaßlicher Drogenhändler. Foto: str
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Polizisten untersuchen in Manila die Leichen zweier mutmaßlicher Drogenhändler. Foto: str
Tote auf allen Seiten: Genair Bumagat (M.) am Sarg ihres Mannes Edgar Bumagat. Der Polizist wurde bei der Fahndung nach Drogendealern erschossen. Foto: Eugenio Loreto
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Tote auf allen Seiten: Genair Bumagat (M.) am Sarg ihres Mannes Edgar Bumagat. Der Polizist wurde bei der Fahndung nach Drogendealern erschossen. Foto: Eugenio Loreto
Philippinische Polizisten treten zum Drogentest an. Foto: Mark R. Cristino
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Philippinische Polizisten treten zum Drogentest an. Foto: Mark R. Cristino
Der Kampf gegen Drogen auf den Philippinen wird mit äußerster Härte geführt. Foto: str
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Der Kampf gegen Drogen auf den Philippinen wird mit äußerster Härte geführt. Foto: str

Philippinen

Ex-Milizsoldat: Präsident Duterte ordnete Tötungen an

Auf den Philippinen gibt es eine beispiellose Serie von Morden an Drogenhändlern und Konsumenten. Jetzt beschuldigt ein Ex-Milizsoldat den neuen Präsidenten Duterte, in dessen Zeit als Bürgermeister solche Tötungen befohlen zu haben.

Manila (dpa) - Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte soll nach Aussagen eines Ex-Milizsoldaten früher Tötungen mutmaßlicher Drogenhändler angeordnet haben. Edgar Matobato, einst Mitglied einer Todesschwadron in Davao City, sagte vor einem Untersuchungsausschuss im philippinischen Senat aus.

Die Tötungen seien durchgeführt worden, als Duterte Bürgermeister der Stadt war. "Es war unser Job, Kriminelle wie Drogenhändler, Vergewaltiger und Kidnapper zu töten", sagte Matobato. Er sei von 1988 bis 2013 als Mitglied der sogenannten Davao-Todesschwadron an der Tötung von mehr als 50 Menschen beteiligt gewesen. Einige der Opfer seien zerstückelt und in einem Massengrab vergraben oder ins Meer geworfen worden.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sollen während der Regierungszeit von Duterte in Davao City Hunderte mutmaßliche Kriminelle getötet worden sein. Justizminister Vitalliano Aguierre kritisierte die Aussage Matobatos als "Lügen und Erfindungen".

Duterte weist Verbindungen zu Todesschwadronen zurück, warnte aber Kriminelle während seines Präsidentenwahlkampfes wiederholt, dass er sie töten werde. Seit seinem Amtsantritt im Juni verfolgt Duterte eine rigorose Anti-Drogen-Politik. Etwa 1400 verdächtige Drogenhändler- und Konsumenten wurden bei Polizeieinsätzen sei Anfang Juli getötet. In weiteren knapp 1500 ungeklärten Tötungsfällen ermittelt die Polizei.

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