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Eine Ex-Nachbarin des NSU-Trios wurde in Zwickau befragt.

In Zwickau

Ex-Nachbarin des NSU-Trios in Zwickau befragt

Zwickau - Im Auftrag des Münchner Oberlandesgerichts ist eine hochbetagte ehemalige Nachbarin der mutmaßlichen Neonazi-Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ in Zwickau als Zeugin befragt worden.

Ein Richter des dortigen Amtsgerichts habe die 92-jährige Frau am Freitag nicht-öffentlich vernommen, teilte ein Gerichtssprecher in Zwickau mit. Zu Details, Inhalten oder Ergebnissen der Vernehmung machte er keinerlei Angaben.

Die Zeugin Charlotte E., die unter Demenz leiden soll, war schon einmal per Videoschaltung mit dem Münchner Gericht verbunden gewesen, konnte den Fragen des Richters damals aber kaum folgen. Die Videovernehmung war darum nach wenigen Minuten abgebrochen worden.

E. lebte einst Wand an Wand mit Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt und wurde von Verwandten gerettet, nachdem vermutlich Zschäpe die Wohnung des NSU-Trios in Brand gesteckt hatte. In einer Vernehmung bei der Polizei hatte E. damals angegeben, dass zuvor noch jemand bei ihr an der Tür geklingelt habe. Die Bundesanwaltschaft wirft Zschäpe versuchten Mord vor, weil sie den Tod der Frau - und zweier Handwerker - damals billigend in Kauf genommen habe.

Kaltblütig ermordet - Die Opfer der Terrorzelle NSU

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dpa

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