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Ex-Postvorstand Hermann Ude (Archivbild aus dem Jahr 2007) soll den Drohbrief an SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück geschrieben haben.

Zeitungsbericht

Ex-Postvorstand schrieb Drohbrief an Steinbrück

Bonn - Der Drohbrief an SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stammt laut einem Zeitungsbericht wohl von einem früheren Vorstandsmitglied der Deutschen Post.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Wochenendausgabe) berichtet, stammt der Brief, mit dem Steinbrück erpresst und zum Rückzug aufgefordert werden sollte, von Hermann Ude (52). Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittle wegen des Verdachts auf versuchte Nötigung gegen das frühere Vorstandsmitglied der Deutschen Post. Die "Süddeutsche" beruft sich in dem Bericht auf "informierte Kreise".

Bei einer Vernehmung vor Bonner Staatsanwaltschaft soll Ude erklärt haben, er habe den Erpresserbrief geschrieben, weil er sich über Äußerungen Steinbrücks über die Ausbeutung von Geringverdienern geärgert habe.

In dem Drohbrief wurden Steinbrück und seiner Ehefrau Gertrud vorgeworfen, vor 14 Jahren eine Putzfrau illegal beschäftigt zu haben. Der Schreiber drohte damit, dies öffentlich zu machen, falls Steinbrück nicht auf die Kanzlerkandidatur verzichtet. Steinbrück und seine Frau wiesen die Vorwürfe entschieden zurück und erstatteten Anzeige gegen Unbekannt.

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Laut "SZ" arbeitet die im Drohbrief thematisierte Putzfrau heute als Haushaltshilfe unter anderem bei Ude.

Ude war bis zum März 2011 Vorstand der Deutschen Post und dort verantwortlich für das Frachtgeschäft. Seit diesem Jahr ist er Mitglied im Hochschulrat der Universität Bonn.

Der Erpresserbrief war in einem Briefzentrum bei Bonn gestempelt worden. Steinbrück vermutete dahinter eine Einzelperson aus seinem Wohnumfeld in Bonn.

fro/dpa

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