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Sitzt gerne im EU-Parlament obwohl er die EU so gar nicht leiden kann: Ex-Ukip-Chef Nigel Farage.

Ex-Ukip-Chef 

Was macht eigentlich Nigel Farage?

London - Nigel Farage ist 52, Kettenraucher und war der große Zampano im britischen Brexit-Wahlkampf. Was macht der Ex-Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei heute?

Kurz nach dem Brexit-Triumph trat der gewiefte Medienmann Farange als Chef der Unabhängigkeitspartei Ukip zurück. Gewohnt spektakulär mit den Worten: „Ich will mein Leben zurückhaben.“ Doch untätig ist er seitdem nicht, wortmächtig ist er wie eh und je.

Einen großen Auftritt hatte er an der Seite von Donald Trump im US-Wahlkampf. In Mississippi sprach er dem Republikaner Mut zu. „Ich würde nicht für Hillary Clinton stimmen, auch wenn ich Geld dafür kriegen würde.“ Den Milliardär muntert er auf: Alles ist möglich!

„Das geht Sie überhaupt nichts an"

Will Farage Deutscher werden? Die Spekulation schoss ins Kraut, weil eine Frau berichtet hatte, Farage habe in einer Schlange vor der Deutschen Botschaft in London gestanden. Der Brite ist mit einer Deutschen verheiratet; will er etwa eine zweite Staatsbürgerschaft? Derartige Spekulationen mag Farage überhaupt nicht. „Das geht Sie überhaupt nichts an“, sagte er dem Medienportal Buzzfeed am Telefon. Er sei wegen einer „persönlichen Angelegenheit“ bei der Botschaft gewesen, berichtete der „Independent“ später.

Farage, der EU-Gegner, tritt auch gerne weiterhin im Straßburger EU-Parlament auf. Jüngst warf er den EU-Leuten vor, sie würden Großbritannien „den Krieg erklären“. Farage gefällt es nicht, dass das Parlament Guy Verhofstadt zum Chef-Unterhändler für die Brexit-Gespräche ernannt hatte.

Zudem warnt Farage die EU davor, London den Zugang zum Binnenmarkt zu verweigern. Der Schuss würde nach hinten losgehen. Im Gegenzug würde London nämlich den Import deutscher Autos erschweren.

dpa

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