+
Im Brüsseler Bahnhof Central hat es am Dienstagabend eine Explosion gegeben, dann fallen Schüsse. Polizeikräfte waren sofort vor Ort.

Terrorverdächtiger stirbt

Explosion in Brüssel: Was wir wissen und was nicht 

Im Brüsseler Bahnhof Central hat es am Dienstagabend eine Explosion gegeben, dann fielen Schüsse. Die Nachrichtenlage ist unübersichtlich, etwaige Hintergründe sind noch unklar. 

Nach einer Explosion in Brüssel hat die belgische Polizei den Bahnhof Central geräumt. Zuvor sei Panik in der Station und an den Gleisen ausgebrochen. Die Polizei schrieb auf Twitter, dass die „Lage unter Kontrolle“ sei - wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete wurde eine verdächtige Person niedergeschossen worden sei. Weitere Opfer gab es nicht.


Die Bahngesellschaft SNCB teilte unterdessen mit, der Bahnverkehr sei auf Anweisung der Polizei unterbrochen worden, auch in anderen großen Stationen wie Brüssel-Nord und Brüssel-Midi.

In der Nacht wurde der Zugverkehr in der belgischen Hauptstadt wieder aufgenommen, allerdings ohne Halt am weiterhin gesperrten Hauptbahnhof.

Der belgische Ministerpräsident Charles Michel kündigte für den Mittwochvormittag eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats an. Die Terrorwarnstufe im Land wurde zunächst aber nicht auf das höchste Niveau angehoben.

Dies solle nur dann geschehen, wenn es Hinweise geben sollte, dass es ein weiterer Terroranschlag unmittelbar bevorsteht, hieß es. Nach bisherigen Erkenntnissen sei dies nicht der Fall.

Was wissen wir?

  • Am frühen Dienstag-Abend hat sich am Brüsseler Bahnhof Central eine Explosion ereignet. Die Polizei sprach schnell von einer „kleinen Explosion“ und vermeldete, dass die Lage unter Kontrolle sei. Der geräumte Bahnhof werde durchsucht. Auch umliegende Gebäude würden vorsichtshalber geräumt; zudem wurde riegelte auch den Marktplatz Grand-Place im Zentrum ab.
  • Laut einer belgischen Nachrichtenagentur wurde eine eine verdächtige Person von einem Soldaten niedergeschossen. „Es gab eine kleinere Explosion an oder bei dem Mann“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ine van Dymersch, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Sie wisse nicht, ob der Mann lebe oder tot sei.
  • Nach mehreren Medienberichten bestätigte schließlich auch die Staatsanwaltschaft, dass niemand zu Schaden gekommen sei. 
  • Laut der Deutschen Presse Agentur hätten Augenzeugen von einem Knall im Bahnhof berichtet, woraufhin viele Menschen schnell in Restaurants und andere Gebäude gelaufen seien. Nach kurzfristiger Panik habe sich die Lage jedoch wieder beruhigt. 

Was wissen wir nicht?

  • Die Hintergründe der Explosion sind bisher unklar. Nach Angaben eines Augenzeugen sagte der Verdächtigte „Allah-u Akbar“ (Gott ist groß). Der etwa 30-Jährige habe das nicht laut gerufen, sondern eher gemurmelt, berichtete der Bahnhofsmanager Jean Michel, der unmittelbar daneben stand, der dpa weiter. Ein anderer Zeuge schilderte, wie ein Mann in Handschellen abgeführt wurde. Unklar war dabei, ob es sich um dieselbe oder eine andere Person handelte.
  • Ob die Person tatsächlich einen Sprengstoffgürtel trug, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Bilder: Terrorattacken in London - Großeinsatz der Polizei

lpr

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Letztes Zschäpe-Plädoyer soll heute fortgesetzt werden
München (dpa) - Vor dem Oberlandesgericht (OLG) München soll Rechtsanwältin Anja Sturm heute ihr Plädoyer für die Hauptangekagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, …
Letztes Zschäpe-Plädoyer soll heute fortgesetzt werden
Regierungen Bayerns und Österreichs beraten über Asylpolitik
Sie liegen in der Flüchtlinspolitik nicht weit auseinander: Sowohl Bayerns Ministerpräsident Söder als auch der österreichische Regierungschef Kurz wollen Grenzen, die …
Regierungen Bayerns und Österreichs beraten über Asylpolitik
May steht neue Brexit-Machtprobe im Parlament bevor
Wird Theresa May den Brexit noch als britische Regierungschefin erleben? Heute steht ihr wieder eine entscheidende Abstimmung im Parlament bevor. Die EU-freundlichen …
May steht neue Brexit-Machtprobe im Parlament bevor
„Jauchegrube!“: USA treten mit Theaterdonner aus UN-Menschenrechtsrat aus
Unter Donald Trump verabschieden sich die USA aus immer mehr internationalen Institutionen - als nächstes ist wohl der Menschenrechtsrat dran.
„Jauchegrube!“: USA treten mit Theaterdonner aus UN-Menschenrechtsrat aus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.