+
Einsatzkräfte vor dem Bataclan-Konzertsaal.

Terroranschläge in Paris

Chronologie: Explosionen, Geiselnahme, Zugriff

Paris - Bei fast zeitgleichen Anschlägen an mindestens sechs verschiedenen Orten in Paris sind am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet worden. Ein Überblick zum Ablauf der Ereignisse.

Zum Ticker zur Terrorserie in Paris

- Zwischen 21.00 Uhr und 21.15 Uhr ereignen sich drei Explosionen nahe des Stade de France im Norden von Paris, in dem gerade vor 80.000 Zuschauern das Fußballspiel Frankreich gegen Deutschland läuft. Ein Mensch wird getötet, zudem sterben die drei Selbstmordattentäter.

- Um 21.29 Uhr gibt es eine erste Meldung im Internetkurznachrichtendienst Twitter über eine Schießerei in der Rue Bichat. Ziel des Angriffs im 10. Stadtbezirk ist die Terrasse des Restaurants "Le Petit Cambodge", 14 Menschen werden getötet.

- Um 21.38 Uhr wird über Twitter von "einem mehr als beunruhigenden Lärm" aus der Rue de Charonne im 11. Stadtbezirk berichtet. Augenzeugen hören "zwei bis drei Minuten lang" Schüsse. 18 Menschen werden getötet.

- Um 21.49 Uhr heißt es in einem Tweet: "Sehr viele Schüsse im Bataclan". In die Konzerthalle im 11. Stadtbezirk stürmen mehrere schwerbewaffnete Täter und schießen wahllos auf die mehr als tausend Besucher. Sie rufen "Allah Akbar" (Gott ist groß) und nehmen Geiseln, die sie laut Augenzeugen nach und nach regelrecht hinrichten.

- In der Rue de la Fontaine au Roi nicht weit vom Place de la République werden auf der Terrasse der Pizzeria "La Casa Nostra" fünf Menschen getötet.

- Am Boulevard Voltaire auf der anderen Seite des Place de la République gibt es einen weiteren Angriff mit einem Toten. Auch der Selbstmordattentäter stirbt.

- Um 22.30 Uhr trifft Präsident François Hollande, der mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier das Fußballspiel besucht hatte und schon vor dem Ende der Begegnung aus dem Stadion in Sicherheit gebracht wurde, zu einer ersten Krisensitzung im Innenministerium ein. Kurz nach Mitternacht verhängt er über ganz Frankreich den Ausnahmezustand.

- Um 00.30 Uhr stürmt die Polizei das Bataclan, der Einsatz dauert eine halbe Stunde. Ein Attentäter wird erschossen, die drei anderen sprengen sich mit Sprengstoffgürtel in die Luft. Später stellt sich heraus, dass die Täter in der Konzerthalle 82 Menschen töteten.

Die Staatsanwaltschaft teilt im Laufe der Nacht mit, dass die verschiedenen Angriffe von acht Tätern begangen wurden, von denen sieben sich in die Luft sprengten. Es war das erste Mal, dass in Frankreich Selbstmordattentäter zuschlugen. Insgesamt töteten sie ihnen mindestens 128 Menschen und verletzten etwa 300 weitere.

Terror in Paris: News-Ticker und die wichtigsten Fakten

Das Wichtigste im Überblick: Wir haben bereits einen Artikel mit den wichtigsten Fakten zum Terror in Paris. Die aktuellen Enwicklungen finden Sie im News-Ticker zum Terror in Paris.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

In Bayerns Landesbehörden hängen künftig Kreuze
Schon in Klassenzimmern waren Kreuze ein Stein des Anstoßes. Bayern setzt jetzt noch eins drauf. Ministerpräsident Söder erntet dafür Kritik und Spott.
In Bayerns Landesbehörden hängen künftig Kreuze
Aufregung um das Kruzifix: Jetzt spricht Söder
Ab dem 1. Juni ist ein angebrachtes Kreuz in den Eingangsbereichen der Behörden Pflicht, das hat der Ministerrat per Verordnung beschlossen. Warum, das erklärt Markus …
Aufregung um das Kruzifix: Jetzt spricht Söder
Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor
Der Militärschlag der Westmächte gegen Syrien erfolgte ohne Zustimmung des blockierten Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Bei einem Besuch bei den UN verteidigt …
Maas wirft Assad "menschenverachtendes Verhalten" vor
Maas erwartet keinen neuen Wahlkampfstreit mit der Türkei
Wird die türkische Regierung das Wahlkampfverbot für türkische Politiker in Deutschland akzeptieren? Außenminister Maas zeigt sich nach dem ersten Treffen mit seinem …
Maas erwartet keinen neuen Wahlkampfstreit mit der Türkei

Kommentare