+
Christian Wulff und seine damalige Ehefrau Bettina verlassen am 17.02.2012 im Schloss Bellevue in Berlin die Pressekonferenz, nachdem Wulff seinen Rücktritt als Bundespräsident erklärt hatte.

"Lasst den Mann endlich in Ruhe"

Shitstorm: "Bild" veröffentlicht Wulff-Nachricht

  • schließen

Berlin - Just zur Ausstrahlung von "Der Rücktritt" hat die Bild-Zeitung eine Abschrift der berüchtigten Mailbox-Nachricht Christian Wulffs veröffentlicht. Im Netz hagelte es dafür Kritik.

Passend zur Ausstrahlung des Doku-Dramas "Der Rücktritt" hat die Bild-Zeitung in Sachen Christian Wulff noch einmal nachgelegt: Sie veröffentlichte eine Abschrift der Original-Nachricht von Christian Wulff, die der damalige Bundespräsident auf die Mailbox von Chefredakteur Kai Diekmann gesprochen hatte. Und zog sich den Zorn vieler Internet-User zu.

"Ich bin in vier Golfstaaten unterwegs und parallel plant einer Ihrer Journalisten seit Monaten eine unglaubliche Geschichte, die morgen veröffentlicht werden soll und die zum endgültigen Bruch mit dem Springer-Verlag führen würde", zitiert die Bild Wulff. Auch das bekannte Rubikon-Zitat ist in voller Länge nachzulesen. Inklusive erklärender Textbox, was ein Rubikon denn eigentlich sei. Um die Dramatik noch etwas zu erhöhen, können sich die Leser die Nachricht auch nachgesprochen auf Bild-Online anhören.

"Die Bild hat diesen Mann kaputt gemacht"

Doch die Veröffentlichung der Mailbox-Nachricht scheint sich zum Boomerang für die Bild-Zeitung zu entwickeln: Dass Bild die Mailbox-Nachricht nun im Wortlaut veröffentlichte, kam bei den meisten Nutzern im Netz gar nicht gut an.

Auf der Facebook Seite des Boulevardblatts hält der überwiegende Teil der Kommentatoren nichts von der erneuten Bild-Berichterstattung zu Wulff. Rund 180 Facebook-User haben den Post des Boulevardblatts zu der veröffentlichten Mailbox-Nachricht  bereits kommentiert.

"Die Bild hat diesen Mann kaputt gemacht", schreibt eine Nutzerin. "Warum wird das jetzt so ausgeschlachtet? Das Thema ist doch durch", merkt ein anderer User an. Andere kommentieren: "Lasst den Mann endlich in Ruhe, ist ja widerlich." Oder: "Ja, er hat Fehler gemacht! Aber er hat genug gelitten! Wer sich gegen die Bild stellt ist ohne Chance. Eine reine Hexenjagd."

"Typisch Bild! Immer nochmal nachtreten", schätzt ein weiterer Kommentator die Lage ein. Eher trocken sieht folgender Nutzer die Berichterstattung: "Und kaum hat die Bild nicht genug Schlagzeilen, wird halt eine alte Story wieder ausgegraben".

wei

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Steinmeier trägt sich in Kondolenzbuch für Manchester-Opfer ein
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich am Mittwoch in das Kondolenzbesuch der britischen Botschaft für die Opfer des Anschlags von Manchester eingetragen. 
Steinmeier trägt sich in Kondolenzbuch für Manchester-Opfer ein
Nach Anschlag von Manchester: Polizei verhaftet drei weitere Verdächtige
Ein weiterer Terroranschlag erschüttert Großbritannien. Ein Selbstmordattentäter reißt bei einem Konzert in Manchester mehrere Menschen in den Tod. Alle Infos im …
Nach Anschlag von Manchester: Polizei verhaftet drei weitere Verdächtige
Auf Druck der Türkei: Bundestagsabgeordnete sagen Reise ab
Der Konflikt um den geplanten Türkei-Besuch von vier Bundestagsabgeordneten bedeutet nach Worten von Parlamentsvizepräsidentin Claudia Roth „eine neue Eskalationsstufe“ …
Auf Druck der Türkei: Bundestagsabgeordnete sagen Reise ab
Terroranschlag in Manchester: Wer war Salman Abedi?
Nach dem entsetzlichen Terroranschlag in Manchester stellt sich nun die Frage: Wer war der Bomben-Attentäter Salman Abedi?
Terroranschlag in Manchester: Wer war Salman Abedi?

Kommentare