Palästinensischer Ex-Regierungschef

Fajad soll Libyen-Gesandter der UNO werden

New York - Der frühere palästinensische Regierungschef Salam Fajad soll künftig im Auftrag der UNO zwischen den Konfliktparteien in Libyen vermitteln.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres will den 65-Jährigen zum Nachfolger des deutschen Diplomaten Martin Kobler ernennen, der seit November 2015 als UN-Sondergesandter für das nordafrikanische Land tätig ist, wie Diplomaten am Donnerstag berichteten.

Guterres habe den UN-Sicherheitsrat in einem Brief über seine Personalwahl informiert. Das Gremium hat nun zwei Tage Zeit, um Bedenken anzumelden. Mit Widerstand gegen die Ernennung Fajad sei aber nicht zu rechnen, verlautete aus Diplomatenkreisen.

Fajad war von 2007 bis 2013 palästinensischer Regierungschef. Aufgabe des neuen UN-Gesandten wird es sein, die Verhandlungen über Änderungen an dem von der UNO vermittelten Abkommen zur Bildung einer Einheitsregierung in Libyen voranzutreiben.

Diese war im vergangenen Jahr nach jahrelangen Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen im März 2016 gebildet worden. Bis heute ist es ihr aber nicht gelungen, die Kontrolle über das gesamte Land zu übernehmen. Bei den Verhandlungen geht es vor allem um die Rolle von General Chalifa Haftar, der mit seiner selbsternannten libyschen Nationalarmee eine in Ost-Libyen angesiedelte Gegen-Regierung unterstützt.

afp

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Israel verabschiedet umstrittenes "Nationalitätsgesetz"
Tel Aviv (dpa) - Nach stundenlangen stürmischen Debatten hat Israels Parlament ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das den jüdischen Charakter des Landes stärken soll.
Israel verabschiedet umstrittenes "Nationalitätsgesetz"
Zuckerberg will Posts von Holocaust-Leugnern nicht entfernen
New York (dpa) - Facebook-Chef Mark Zuckerberg will Beiträge von Holocaust-Leugnern nicht von seiner Plattform verbannen.
Zuckerberg will Posts von Holocaust-Leugnern nicht entfernen
Städtetag: Neubau von 400.000 Wohnungen pro Jahr nötig
Berlin (dpa) - Angesichts der Wohnungsnot in vielen Ballungsräumen hält der Deutsche Städtetag den Neubau von 400.000 Wohnungen im Jahr für erforderlich. Davon müssten …
Städtetag: Neubau von 400.000 Wohnungen pro Jahr nötig
Nach Bayerntrend: So positionieren sich die Oppositionsparteien
Der Bayerntrend wenige Wochen vor der Landtagswahl offenbart: Die CSU muss sich wohl auf einen Regierungspartner einstellen. Die möglichen Kandidaten frohlocken bereits.
Nach Bayerntrend: So positionieren sich die Oppositionsparteien

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.