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Fakten: Trump und seine Beziehung zu Russland

Washington- Trump und Russland - eine Geschichte mit vielen Unbekannten (Foto - Archiv) Drei Jahrzehnte alt sind die Kontakte des künftigen US-Präsidenten Donald Trump nach Russland. Doch völlige Klarheit über sein Verhältnis zu Moskau gibt es nicht.

Der künftige US-Präsident Donald Trump verspricht bessere Beziehungen zu Russland und lobt sein Gegenüber im Kreml, Wladimir Putin. Der schillernde Multimilliardär hat eindeutig eine enge Beziehung zu Russland - und trotzdem ist vieles daran rätselhaft. Eine Übersicht:

TRUMPS EIGENE KONTAKTE: 1986 will der Geschäftsmann in New York den damaligen sowjetischen Botschafter Juri Dubinin kennengelernt haben. Daran knüpften sich ein Besuch in Moskau und erste Pläne für ein Hotel, so schildert es Trump in seinem Buch „The Art of the Deal“. Wie oft der Unternehmer seitdem in Russland war, ist nicht bekannt.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN: Belegbar ist, dass sich in den 2000er Jahren viele zu Geld gekommene Russen in Trump-Immobilien eingekauft haben. Aufsehen erregte 2008 der Verkauf eines Anwesens in Florida an den russischen Oligarchen Dmitri Rybolowlew für 95 Millionen US-Dollar (knapp 90 Millionen Euro). 2013 fand der von Trump veranstaltete Schönheitswettbewerb Miss Universe in Moskau statt. Trump-Firmen waren auch auf Moskauer „Millionärsmessen“ für Luxusgüter vertreten.

TRUMPS UMFELD UND RUSSLAND: Trumps erster Wahlkampfmanager Paul Manafort machte PR-Arbeit für den moskautreuen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch, bis dieser 2014 gestürzt wurde. Nach Korruptionsvorwürfen wegen dieses Einsatzes schied Manafort aus Trumps Team aus. Der künftige US-Sicherheitsberater Michael Flynn tritt für bessere Beziehungen zu Moskau ein. Er ließ sich zum Jubiläum des staatlichen Senders RT (Russia Today) einladen und saß dort neben dem Kremlchef.

PUTINS MÖGLICHES INTERESSE AN EINEM PRÄSIDENTEN TRUMP: Die Lesart vieler russischer Experten ist, dass der Kreml eigentlich einen Sieg der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton erwartet hatte. Die Ex-US-Außenministerin wäre für Putin ein hartes, erfahrenes, aber berechenbares Gegenüber gewesen. Trump ist dagegen unberechenbar. Aber der Republikaner hat bessere Beziehungen zu Moskau versprochen, die Rede war sogar davon, die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland anzuerkennen. Aus Putins Sicht dürfte der unerfahrene neue US-Präsident als lenkbar erscheinen.

Rubriklistenbild: © dpa

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