+
Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy.

Kreis der Eingeweihten größer als angenommen

Fall Edathy: 57 Personen sollen Bescheid gewusst haben

Hannover - Der Kreis der Eingeweihten im Kinderporno-Fall des früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy war nach Informationen des NDR weitaus größer als bisher angenommen.

57 Politiker, Ermittler und Amtsträger in Niedersachsen sollen demnach bereits vor den Hausdurchsuchungen bei Edathy (45) von dem Verdacht gewusst haben. Entsprechende Unterlagen sollen dem NDR-Fernsehmagazin „Hallo Niedersachsen“ vorliegen. Sie geben auch Aufschluss über die Wege, auf denen diese Personen informiert wurden, dass sich Edathys Name auf einer Liste im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen des Erwerbs kinderpornografischer Schriften befindet. Dies bezieht sich auf den Zeitraum vor der ersten Hausdurchsuchung bei Edathy im Februar vergangenen Jahres.

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete soll über das Internet Kinderpornos gekauft haben. Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover hat er sich im November 2013 in sechs Fällen mit Hilfe seines Dienst-Laptops kinderpornografische Bild- und Videodateien eines russischen Anbieters heruntergeladen. Zudem soll er im Februar 2014 einen Bildband und eine CD besessen haben, deren Inhalt von der Staatsanwaltschaft als jugendpornografisch eingestuft wird.

Edathy-Affäre: Die wichtigsten Personen

Edathy-Affäre: Die wichtigsten Personen

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lagarde fordert von Athen weitere Reformen
Berlin - Die Ansage der IWF-Chefin an Athen und Europa ist deutlich: Das griechische Steuer- und Rentensystem müssen dringend verbessert werden, damit das Land in …
Lagarde fordert von Athen weitere Reformen
Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Le Pen
Paris - Nach dem konservativen Élysée-Anwärter Fillon steckt nun Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen in einer Parlamentsjob-Affäre. Zwei Mitarbeiter stehen im …
Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Le Pen
Kommentar: Nicht mehr normal
Vor zwei Jahren hielt Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen das Risiko, mit den Flüchtlingen könnten auch gewaltbereite Islamisten nach Deutschland kommen, für …
Kommentar: Nicht mehr normal
Proteste gegen Sammelabschiebung nach Afghanistan
München - Erneut soll ein Flieger abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan bringen - diesmal von München aus. Der Protest gegen die Abschiebungen ist groß.
Proteste gegen Sammelabschiebung nach Afghanistan

Kommentare