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Der in der Haft ums Leben gekommene Jaber A. soll einen Terroranschlag geplant haben.

Nach Aussagen von Verdächtigem

Fall Jaber A.: Mehrere Wohnungen in NRW durchsucht

Düsseldorf - Der Fall des in der Haft ums Leben gekommenen Terrorverdächtigen Jaber A. zieht weitere Kreise. Nun wurden Wohnungen in zwei Städten durchsucht.

Im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen Jaber A. hat die Polizei nach einem Medienbericht am Mittwoch Wohnungen von vier Syrern in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Sie sollen A. als Geldboten mit etwas mehr als 2000 Euro versorgt haben, berichtete Spiegel Online. Allerdings sei unklar, ob sie von den Terrorplänen wussten. Die Männer würden deshalb formal als Zeugen und nicht als Beschuldigte geführt und seien auch nicht festgenommen worden.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe bestätigte auf Anfrage, dass es „Durchsuchungen bei nicht tatverdächtigen Personen“ gegeben habe, nannte aber keine Details. Die Ermittler erhofften sich davon weitere Erkenntnisse in dem Fall, sagte sie.

Einsätze in Düsseldorf und in Neuss

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums war die Polizei in Düsseldorf und im benachbarten Neuss im Einsatz. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, das Verfahren der Bundesanwaltschaft sei von der NRW-Polizei personell und logistisch unterstützt worden.

A. hatte in seiner Wohnung in Chemnitz eineinhalb Kilogramm Sprengstoff, mit dem er laut Ermittlern im Auftrag der Terrormiliz IS einen Berliner Flughafen angreifen wollte. Kurz nach seiner Festnahme im Oktober erhängte sich A. in Untersuchungshaft.

Der zunächst als Komplize verdächtigte Mieter der Wohnung ist inzwischen wieder frei. Laut Spiegel führten seine Angaben in der Untersuchungshaft zu den Razzien in NRW. Er habe ausführlich zu möglichen finanziellen Unterstützern A. ausgesagt.

dpa

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