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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Fall des Nürnberger Afghanen

Misslungene Abschiebung: Herrmann stellt sich hinter die Polizei

Nach der misslungenen Abschiebung eines jungen Afghanen in Nürnberg hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Polizei in Schutz genommen.

Nürnberg - Es werde auch weiterhin eine Ausnahme bleiben, dass die Polizei einen abschiebepflichtigen Ausländer von der Schule abhole, sagte Herrmann den "Nürnberger Nachrichten". Bei der Abholung war es zu Tumulten gekommen. Der 20-jährige Afghane bleibt vorerst auf freiem Fuß.

Herrmann übernimmt politische Verantwortung

Herrmann sagte dem Blatt weiter, die Polizei und die Ausländerbehörden täten alles, um Zusammenstöße wie in Nürnberg zu vermeiden. Allerdings lasse sich ein Vorfall wie an der Nürnberger Berufsschule nicht vermeiden: "Wenn Gewalttäter der linksextremen Szene die Polizei angreifen und damit unseren Rechtsstaat herausfordern, muss die Polizei handeln." Er übernehme für diesen Fall "die politische Verantwortung", sagte der CSU-Politiker.

Bei dem Versuch, den 20-jährigen Afghanen Asef N. am Mittwoch aus seiner Berufsschule zur Abschiebung abzuholen, war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Demonstranten griffen Polizisten an, diese setzten unter anderem Pfefferspray ein. Erst nach mehreren Stunden konnte der Flüchtling abtransportiert worden. Sein Abschiebeflug wurde am Ende wegen des verheerenden Anschlags in Kabul mit 90 Toten abgesagt. Die Bundesregierung setzte nach dem Attentat Abschiebungen nach Afghanistan weitgehend aus.

Lesen Sie beim Münchner Merkur: So reagierten Münchner Schulen auf die misslungene Abschiebung in Nürnberg.

AFP

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