+
Der neue CDU-Generalsekretär Peter Tauber verteidigt Ronald Pofalla bei seinem geplanten Wechsel in die freie Wirtschaft.

CDU-Generalsekretär fordert

Fall Pofalla: "Wechsel muss jederzeit möglich sein"

Berlin - Anlässlich des Falls Pofalla fordert CDU-Generalsekretär Tauber, dass ein Wechsel von der Politik in die Wirtschaft und umgekehrt jederzeit möglich sein muss. Das sei auch im Interesse der Bürger.

Der neue CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat einen möglichen schnellen Wechsel des früheren Kanzleramtsministers Ronald Pofalla (CDU) in die Wirtschaft verteidigt. „Grundsätzlich gilt: Der Wechsel von der Politik in die Wirtschaft und umgekehrt muss jederzeit möglich sein“, sagte Tauber in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Ohne Austausch gäbe es sehr schnell Kritik, dass im Parlament lauter Berufspolitiker säßen.

Aber: „Wir werden niemanden in der Wirtschaft finden, der sich ein paar Jahre in die Politik einbringt, wenn er vor Augen hat, dass er danach erst einmal drei Jahre die Füße hochlegen muss, weil eine Karenzzeit seine Rückkehr in die Wirtschaft unmöglich macht“, sagte Tauber.

Pofalla hüllt sich weiterhin in Schweigen

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn wird frühestens Ende März über eine mögliche Einstellung Pofallas entscheiden. Vorstandschef Rüdiger Grube will dem Kontrollgremium dann einen Vorschlag für die Besetzung des Bereichs „Wirtschaft, Politik und Regulierung“ vorlegen.

Pofalla hat sich bislang nicht zu seinen Plänen geäußert. Ein Treffen mit dem Vorstand seines CDU-Heimatkreisverbands Kleve an diesem Freitag hat er abgesagt. Dort war zuletzt Kritik an seinem Schweigen lautgeworden. Im Arbeitnehmerlager des Bahn-Aufsichtsrats wiederum gibt es Widerstand dagegen, dass für den CDU-Politiker dem Vernehmen nach ein hoch dotierter Posten geschaffen werden soll.

Lesen Sie auch:

Pofalla-Deal ist "Form bezahlter Korruption"

Oettinger will Politiker-Sperrzeit strenger regeln

"Postillon" narrt Leser mit Pofalla-Meldung

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Geplant war nur ein Statement zur Infrastruktur im Trump-Tower. Dann aber kamen Fragen zur Gewalt von Charlottesville. Der denkwürdige Auftritt von Donald Trump …
Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Die Polizei überschritt bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg offenbar ihre Kompetenzen. Besonders über ein Verbot setzten sich die Sicherheitskräfte hinweg.
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump löst nach harscher Kritik an seiner Haltung zur Gewalt in Charlottesville kurzerhand zwei Beraterkreise im Weißen Haus auf. …
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Kommentar: SPD in der Putin-Falle
„Privatsache“ sei  der neue Öl-Job für Ex-Kanzler Gerhard Schröder beim russischen Staatskonzern Rosneft, behauptet SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Ein schwerer …
Kommentar: SPD in der Putin-Falle

Kommentare