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Maximilian Heim.

Haus der Geschichte

Kommentar: Terror-Lkw ist falsches Exponat fürs Museum

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Es ist schlecht, wenn ein Historiker öffentlich darüber nachdenkt, Teile des beim Anschlag in Berlin als Mordwaffe eingesetzten Lkw im Haus der Geschichte auszustellen, schreibt unser Autor in seinem Kommentar. 

Wenn ein Terroranschlag die Menschen erschüttert, greifen Politiker gerne auf eine etwas abgedroschene Formulierung zurück. In Gedanken sei man bei den Opfern und ihren Angehörigen, ist dann allenthalben zu hören. Egal ob das wirklich stimmt: Die Worte sind unbedingt hilfreich, weil sie den Fokus richtig setzen. Terrorgruppen wollen die blindwütigen Attentäter ins Rampenlicht stellen. Eine besonnene und zur Empathie fähige Zivilgesellschaft sollte aber genau das nicht zulassen.

Deshalb ist es schlecht, wenn der Historiker Hans Walter Hütter in diesen Tagen öffentlich darüber nachdenkt, Teile des beim Anschlag in Berlin als Mordwaffe eingesetzten Lkw im Haus der Geschichte auszustellen. Hütter mag seine Worte bedächtig gewählt haben, etwa wenn er das Geschehen nicht nur aus Tätersicht dargestellt wissen will. Aber indem er das Sinnbild für die Brutalität der Terroristen als Exponat in Betracht zieht – nur drei Wochen nach der Tat –, lässt er jedes Gespür für Zeitpunkt und Tenor einer solchen Debatte vermissen. Wenn sich dann auch noch der Bundestag nicht zu einer Trauerzeremonie in Gedenken an die Opfer durchringen kann, entsteht nicht nur bei den Angehörigen ein ungutes Gefühl.

Der islamistische Terror gehört inzwischen wie die RAF zur Geschichte unseres Landes. Die Mordwaffen der Fanatiker haben deshalb noch lange nichts in einem der wichtigsten deutschen Museen zu suchen. Auch die zerstörte Tür eines Verkaufsstandes könnte an den fürchterlichen Anschlag vom Breitscheidplatz erinnern.

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