+
Mit Spannung wird erwartet, wie die Reformer um Präsident Hassan Ruhani abschneiden. Foto: Abedin Taherkenareh

Über 12 000 Bewerber für Parlamentswahl im Iran

Die Euphorie ist groß vor der ersten Parlamentswahl im Iran nach dem Atomabkommen. Mehr als 12.000 Bewerber, davon gut 1400 Frauen, wollen ins neue Parlament. Doch alle müssen noch von einem ideologischen Kontrollgremium gebilligt werden - eine hohe Hürde.

Teheran (dpa) - Rekordandrang vor der Parlamentswahl im Iran: Mehr als 12.000 Kandidaten, darunter gut 1400 Frauen, bewerben sich um die 290 Mandate. Dies gab Innenminister Abdulresa Rahmani Fasli am Samstag bekannt.

Die Kandidatenzahl ist gut doppelt so hoch wie bei der Abstimmung vor vier Jahren. Gewählt wird am 26. Februar.

Grund für das große Interesse ist laut Beobachtern die liberalere politische Atmosphäre unter Präsident Hassan Ruhani. Außerdem ist die Wahl ein erster politischer Stimmungstest nach dem Atomabkommen Mitte Juli zwischen dem Iran und dem Westen.

Mit Spannung wird erwartet, ob die Auswirkungen des Abkommens auch zu einem Wahlerfolg der Reformer um Präsident Ruhani führen. Das Parlament war in den vergangenen drei Legislaturperioden fest in der Hand von Konservativen und schiitischen Fundamentalisten.

Die Qualifikationen aller Kandidaten müssen jedoch zunächst vom sogenannten Wächterrat überprüft werden. Der hat laut Verfassung auch das Recht, Kandidaten aus ideologischen Gründen zu disqualifizieren. 

Es wird befürchtet, dass die zwölf erzkonservativen Ratsmitglieder erneut mehrere liberale Kandidaten ausschließen werden. Gegen diese Entscheidungen gibt es vor Parlamentswahlen immer Proteste, die aber nur selten zu einer Revision führen.

Nachrichtenagentur IRNA, Persisch

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zitierte Trump den Batman-Bösewicht Bane?
Washington - Alles nur geklaut - das sangen schon die „Prinzen“. Ausgerechnet bei seiner ersten Rede als US-Präsident soll Donald Trump von Batman-Bösewicht Bane …
Zitierte Trump den Batman-Bösewicht Bane?
Terroranschlag in Wien verhindert: 18-Jähriger in Haft
Österreichs Hauptstadt ist in das Visier eines Attentäters geraten: Ein 18-Jähriger plante laut dem Innenminister einen Anschlag in Wien. Die Bedrohung sei so groß wie …
Terroranschlag in Wien verhindert: 18-Jähriger in Haft
Gambias abgewählter Präsident will Amt offenbar aufgeben
Banjul (dpa) - Angesichts der Drohung einer Entmachtung durch ausländische Truppen will der abgewählte gambische Präsident Yahya Jammeh Sicherheitskreisen zufolge seinen …
Gambias abgewählter Präsident will Amt offenbar aufgeben
Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte
Washington - In seiner Antrittsrede am Freitag hat der neue US-Präsident Donald Trump das amerikanische Volk in den Mittelpunkt gestellt. Hier Trumps Worte in Auszügen,
Im Wortlaut: Was Trump mit erhobener Faust sagte

Kommentare