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Weltweit sind fast 200 Journalisten inhaftiert, ein Viertel davon in China. Im vergangenen Jahr waren es 221. Foto: Oliver Weiken/Symbolbild/Archiv

Fast 200 Journalisten weltweit in Haft - Die meisten in China

China hält weltweit die meisten Journalisten gefangen. Das Umfeld für Berichterstatter hat sich auch in Ägypten und der Türkei drastisch verschlechtert. Einschüchterung soll Kritik verstummen lassen.

New York (dpa) - Rund um die Welt werden nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) derzeit 199 Medienschaffende in Haft gehalten. Dem Jahresbericht der Organisation zufolge hält China unter allen Staaten das zweite Jahr in Folge die meisten Journalisten gefangen.

Die Zahl der inhaftierten Reporter habe aber auch in Ägypten und der Türkei "dramatisch" zugenommen. Mit 199 inhaftierten Journalisten in insgesamt 28 Ländern seien etwas weniger im Gefängnis als im Rekordjahr 2014 mit 221. 2012 und 2014 waren jeweils Rekordjahre, dagegen war 2015 laut CPJ ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Ein Viertel der 199 Inhaftierten sei in China in Gewahrsam, berichtete die in New York ansässige Organisation. "Eine Hand voll Länder benutzt systematische Inhaftierungen, um Kritik verstummen zu lassen." Selbst die Berichterstattung über Finanzthemen sei heute heikel. Der Bericht kritisiert auch die Verfolgung von Angehörigen eines uigurischen Journalisten des US-Senders Radio Free Asia (RFA).

Iran, Vietnam und Äthiopien gehörten zu den Ländern, in denen in diesem Jahr weniger Journalisten in Haft säßen. "Aber in allen drei Ländern besteht ein Klima der Angst in den Medien", heißt es in dem Bericht. Am stärksten verschlechtert habe sich das Umfeld in Ägypten, das mit 23 Journalisten (2014: 12) in Haft jetzt auf Platz Zwei stehe. Die Bedingungen seien auch in der Türkei schlimmer geworden, wo sich die Zahl der Inhaftierten auf 14 verdoppelt habe.

Mitteilung des Committee to Protect Journalists (Englisch)

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