+
Mehrere hundert Flüchlinge kamen über den Zaun nach Europa.

Fast 400 Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Ceuta in Marokko

Ceuta - Mehr als 400 illegale Einwanderer haben den Grenzzaun zur spanischen Exklave Ceuta in Marokko gestürmt. Es gab viele Verletzte.

Dabei seien am Freitagmorgen Dutzende Immigranten sowie auch einige Grenzschützer und Polizisten verletzt worden, die die über den Zaun kletternden Menschen abwehren wollten, berichtete die Zeitung „El Mundo“. Viele von ihnen seien vom Roten Kreuz in ein Krankenhaus gebracht worden. Der doppelte Zaun, der Ceuta von Nordafrika trennt, ist acht Kilometer lang und sechs Meter hoch.

Innenminister Juan Ignacio Zoido sagte, die meisten der Eindringlinge seien gefasst und in das örtliche Auffangzentrum (Ceti) gebracht worden. Offenbar stammte der Großteil von ihnen aus Subsahara-Afrika.

In diesem Jahr sind - ohne die Einwanderer vom Freitag mitzuzählen - rund 300 Afrikaner in die Exklave gelangt. Zuletzt hatte es Ende Oktober einen Massenansturm gegeben, bei dem 232 Afrikaner unter anderem aus der Elfenbeinküste und Burkina Faso zwei aufgebrochene Türen passierten oder über die Zäune kletterten.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der Gebiete harren Zehntausende notleidende Afrikaner sowie mittlerweile auch Syrer aus, die auf eine Chance hoffen, in die EU zu gelangen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
In wenigen Tagen wird gewählt. Der Bundespräsident verurteilt Übergriffe und Randale rechter Gruppen. Der Zustand der Gesellschaft macht ihm Sorgen. Die AfD erwähnt er …
Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Donald Trump tritt vor die Vereinten Nationen: Das allein hat Sprengkraft. Seine Rede fällt für Trump-Verhältnisse sachlich aus, auch wenn es ihr nicht an Härte mangelt.
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Die Mietpreisbremse soll, was der Name sagt: den Anstieg von Mieten begrenzen. Das Berliner Landgericht hält das Instrument für verfassungswidrig. Ändern wird sich aber …
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat
Spitzenpolitiker stellen sich auf drei mögliche Regierungskoalitionen ein: Schwarz-rot, schwarz-gelb oder schwarz-grün. Wer könnte sich schon bald auf einem …
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat

Kommentare