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Horst Seehofer steht unter Druck. 

Wieder sehr schlechtes Umfrageergebnis

So viel Prozent der Bayern wollen, dass Seehofer endlich zurücktritt

Erst das schlechte Ergebnis für Horst Seehofer im „Deutschlandtrend“. Jetzt einen tag später ein schlechter Umfragewert aus Bayern: Fast drei Viertel der Bayern wollen, dass er als CSU-Chef zurücktritt. 

München/Köln - Der CSU-Chef steht unter Druck: Fast drei Viertel der Bayern sind nach einer aktuellen Forsa-Umfrage* im Auftrag der Mediengruppe RTL der Ansicht, dass Horst Seehofer seine Ämter als Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender aufgeben sollte. Demnach unterstützen 72 Prozent der Befragten und eine klare Mehrheit der CSU-Anhänger (61 Prozent) die entsprechende Forderung der Jungen Union Bayern vom vergangenen Wochenende. 18 Prozent der Befragten lehnten die Forderung ab, wie die Mediengruppe am Freitag berichtete.

Weiter halten 35 Prozent aller Bayern ihren Finanzminister Markus Söder für den am besten geeigneten Seehofer-Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten. 17 Prozent glauben das von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner. Unter den Befragten, die sich als CSU-Anhänger bekannten, befürworten 47 Prozent Markus Söder als Nachfolger für Horst Seehofer.

Sollte es zu Neuwahlen für den Bundestag kommen, würde die CSU nach Einschätzung von 47 Prozent aller Bayern (und auch von 23 Prozent der CSU-Anhänger) noch weniger Stimmen erhalten als am 24. September. Die CSU hatte bei der Wahl im September 6,2 Prozent der Stimmen erhalten. 2013 waren es 7,4 Prozent.

Erst am Donnerstag hatte der WDR den jüngsten ARD-„Deutschlandtrend“ veröffentlicht, demzufolge 62 Prozent aller Bürger dafür sind, dass Seehofer von seinen Ämtern zurücktritt.

Lesen Sie auf der Münchner Nachrichtenseite Merkur.deMitschnitt offenbart, wie Markus Söder die Junge Union für den Putsch gegen Seehofer lobt.

* Für das RTL/n-tv-Trendbarometer wurden zwischen dem 6. und dem 9. November 2017 insgesamt 1.017 Personen im Freistaat Bayern befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei 3 Prozentpunkten. Abgefragt wurde u.a. das aktuelle politische Klima in Bayern.

dpa

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