+
Helikopter-Stützpunkt der US-Armee bei Ansbach in Bayern. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Umfrage

Fast jeder zweite Deutsche für Abzug der US-Truppen

Brüssel (dpa) - Fast jeder zweite Deutsche ist für einen Abzug der knapp 35.000 noch in Deutschland stationierten US-Soldaten.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten 42 Prozent dafür und nur 37 Prozent wünschten sich, dass die amerikanischen Truppen in Deutschland bleiben. 21 Prozent machten keine Angaben.

Besonders stark wird ein Truppenabzug von den Wählern der Linken (67 Prozent), der AfD (55 Prozent) und der Grünen (48 Prozent) befürwortet. Aber auch von den Unions-Anhängern will mehr als jeder Dritte (35 Prozent) keine amerikanischen Soldaten mehr im Land haben. Dahinter folgen FDP (37 Prozent) und SPD (42 Prozent).

Die US-Truppen waren während des Kalten Krieges Sicherheitsgarant für Westdeutschland, wurden danach aber stark reduziert. Trotzdem ist Deutschland immer noch der zweitgrößte US-Militärstandort weltweit hinter Japan.

Am Mittwoch werden US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Nato-Gipfel in Brüssel aufeinandertreffen. Vor wenigen Tagen hatte ein Bericht der "Washington Post" Spekulationen ausgelöst, die USA könnten aus Verärgerung über zu geringe deutsche Militärausgaben die Truppenstärke in Deutschland reduzieren. Trump habe sich bei einem Gespräch von Vertretern des Weißen Hauses mit Militärs dafür interessiert, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Das Verteidigungsministerium dementierte, die Spekulationen hielten sich trotzdem hartnäckig.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schlagabtausch über Merkels Politik im Bundestag
Berlin (dpa) - Bei der abschließenden Beratung über den Haushalt des Kanzleramts 2019 wird es heute (ab 9 Uhr) im Bundestag zum traditionellen Schlagabtausch über die …
Schlagabtausch über Merkels Politik im Bundestag
Söder und Aiwanger: Weniger Geld für die acht umstrittenen Sonderbeauftragten
Die bayerische Staatsregierung will bei den umstrittenen acht Sonderbeauftragten noch einmal nachbessern. Der Knackpunkt sind die Bezüge.
Söder und Aiwanger: Weniger Geld für die acht umstrittenen Sonderbeauftragten
Ringen um den Brexit-Deal: Spanien droht mit Nein
Offiziell unterstützt die EU einmütig den Brexit-Kompromiss mit Großbritannien. Doch nun kommen Drohungen aus Madrid. Und auch die bedrängte britische Regierungschefin …
Ringen um den Brexit-Deal: Spanien droht mit Nein
Israel und Polen sagen Nein zum Migrationspakt
CDU-Gesundheitsminister Spahn bekennt sich zu seinem Vorschlag, dass Deutschland den UN-Migrationspakt notfalls später unterzeichnet. Unterdessen verabschieden sich …
Israel und Polen sagen Nein zum Migrationspakt

Kommentare