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Fast 100 Menschen sind bei Anschlägen in Nigeria ums Leben gekommen.

Ende des Ramadans

Fast 100 Tote bei Anschlägen in Nigeria

Abuja - Muslime in aller Welt feiern das Ende des Ramadans. In Nigeria nutzen Extremisten das Fest, um blutig zuzuschlagen. Unter den Tätern sind auch Frauen. Zahlreiche Menschen sterben.

Mutmaßliche islamistische Terroristen haben im Norden Nigerias mehrere Anschläge auf Muslime verübt und fast 100 Menschen getötet. Die Täter hatten es offenbar auf Gläubige abgesehen, die sich auf das Ende des Fastenmonats Ramadanvorbereiteten. Muslime in aller Welt begingen am Freitag das Fest Eid al-Fitr. Obwohl sich zunächst niemand zu den Angriffen bekannte, wird vermutet, dass erneut die Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich ist, die in der Region seit 2009 mindestens 14 000 Menschen getötet hat.

In Damaturu im Bundesstaat Yobe starben am Freitag Angaben des Militärs zufolge mindestens 50 Menschen. Eine junge und eine ältere Frau hätten in der Nähe einer muslimischen Gebetsstätte Sprengstoffgürtel gezündet, hieß es. Mehrere weitere Gläubige wurden Augenzeugen zufolge teilweise schwer verletzt. „Die Situation ist jetzt unter Kontrolle“, sagte Armeesprecher Sani Usman. Er rief die Bevölkerung zur Ruhe auf.

Bei einem schweren Anschlag auf einen Markt in der Stadt Gombe waren bereits am Donnerstag Dutzende Menschen getötet worden. Ein Augenzeuge bezifferte die Zahl der Opfer unter Berufung auf Mitarbeiter eines Krankenhauses auf mindestens 48. Über 20 weitere seien teilweise schwer verletzt worden, als eine Bombe explodierte.

Ob der Sprengstoff auf dem Markt angebracht war oder ob es sich um einen Selbstmordattentäter handelte, war Polizeiangaben zufolge unklar. Der Markt sei sehr belebt gewesen, weil viele Muslime sich zum Ende des Fastenmonats Ramadan mit Lebensmittel eindecken wollten, sagte der Anwohner Abubakar Maikasuwa.

Boko Haram will im Norden Nigerias einen sogenannten Gottesstaat errichten. Mittlerweile setzt die Gruppe bei den Attentaten auch Frauen ein. Zuletzt hatten die Terroristen ihre Angriffe intensiviert.

dpa

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