Fastenbrechen bei SPD: Ramadan - Fraktion lädt Muslime zum Essen ein

München – Die SPD-Landtagsfraktion plant ein gemeinsames Fastenbrechen mit Muslimen und islamischen Verbänden.

Für den 2. September nach Sonnenuntergang haben Fraktionschef Markus Rinderspacher und die Abgeordnete Isabell Zacharias in ein Münchner Lokal eingeladen.

Man wolle ein politisches Signal setzen, „dass das genauso normal ist wie Weihnachten“, sagte Zacharias. So eine Veranstaltung anzubieten, sei selbstverständlich und ein Beitrag zum Miteinander über Glaubensgrenzen hinweg. Das Fasten im Monat Ramadan gehört zu den wichtigsten Geboten des Islam.

Die SPD rechnet mit 30 bis 60 Teilnehmern bei diesem Iftar-Essen. Intern wurde das Vorhaben kontrovers diskutiert. Von einer Einladung ins Maximilianeum sah Zacharias daraufhin ab. Die Kosten trägt voraussichtlich die Fraktion aus Steuermitteln.

Auch die Gästeliste hat es in sich. Zacharias lud unter anderem die ins Visier von Justiz und Verfassungsschutz geratene Organisation Milli Görüs ein. Sie holt zudem Penzbergs Imam Benjamin Idriz an den Tisch, dem das Innenministerium Kontakte zu Radikalen vorwirft. Zacharias sieht auch das als Zeichen der Solidarität mit Idriz.

cd

Auch interessant

Kommentare