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Fastenbrecher der SPD: Milli Görüs abgelehnt

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München - Die SPD verzichtet auf eine Einladung von Milli-Görüs-Vertretern zum „Fastenbrechen“ der Fraktion Anfang September.

Man lade „nur Muslime aus dem demokratischen und unzweifelhaft rechtsstaatlichen Bereich“ ein, sagte die Abgeordnete Isabell Zacharias unserer Zeitung. An der Einladung des wegen angeblicher Kontakte zu Radikalen umstrittenen Penzberger Imams Benjamin Idriz hält sie fest. Das sei ein Bekenntnis der Solidarität mit Idriz.

Milli Görüs wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Zacharias hatte zunächst angekündigt, Vertreter auch dieser Organisation einzuladen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) rügte das scharf und fragte, ob die SPD demnächst auch „Weihnachten mit Neonazis und Scientologen feiern“ wolle.

In der SPD sorgt diese Äußerung wiederum für Zorn. Der parlamentarische Geschäftsführer Harald Güller wirft Herrmann „verlogene Doppelmoral“ vor. Im Oktober 2009 habe der Integrationsbeauftragte der Regierung, Martin Neumeyer (CSU), ein Grußwort bei einem Fastenbrechen von Milli Görüs in Ottobrunn gesprochen. Für Neonazis sei im Übrigen „traditionell eher die CSU zuständig“, sagte Güller.

cd

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