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Albrecht Glaser fiel bei der Wahl zum Bundestags-Vizepräsidenten mehrmals durch

Kandidat als Bundestags-Vizepräsident

FDP bereit zu Treffen mit AfD-Mann Glaser

Dreimal war AfD-Kandidat Albrecht Glaser bei der Wahl zum Bundestags-Vizepräsidenten durchgefallen. Die FDP will nun mit ihm sprechen - wenn auch aus eher formalen Gründen.

Berlin - Anders als die Unionsfraktion ist die FDP bereit zu einem Treffen mit dem umstrittenen AfD-Kandidaten für das Amt des Bundestags-Vizepräsidenten, Albrecht Glaser. "Wenn Herr Glaser mit uns sprechen möchte, dann bieten wir ihm wie in einem rechtstaatlichen Verfahren auch Gehör", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Buschmann, der Nachrichtenagentur AFP. "Ich glaube allerdings nicht, dass wir unsere Meinung ändern werden, wenn er seine bekannten Thesen bei uns vertritt."

In der konstituierenden Sitzung des Bundestags war Glaser bei der Wahl der Bundestags-Vizepräsidenten in drei Wahlgängen durchgefallen. Die AfD kündigte dennoch an, an ihrem Kandidaten festzuhalten. Glaser wolle aber zuvor zu den anderen Fraktionen gehen und seine Positionen zum Islam darlegen. Wenn dies abgeschlossen sei, werde Glaser erneut aufgestellt. Der AfD-Abgeordnete hatte den Islam wiederholt als politische Ideologie bezeichnet und die Religionsfreiheit für Muslime in Frage gestellt.

In einem Interview mit hna.de* hat Glaser nach dem Eklat im Bundestag seine Positionen und die Kandidatur verteidigt.

„Geist des Grundrechts verkannt“

Buschmann machte deutlich, dass er Glaser nicht für das Amt eines Bundestags-Vizepräsidenten geeignet hält. "Wer meint, das Grundrecht auf Religionsfreiheit könne zwischen Religionen erster und zweiter Klasse unterscheiden, verkennt damit den Geist dieses Grundrechts", sagte der FDP-Politiker. "Für uns ist es nur schwer denkbar, dass so jemand die Legislative vertreten soll, die sich in besonderer Weise den Grundrechten verpflichtet fühlen muss."

Jeder Fraktion steht ein Stellvertreterposten im Bundestagspräsidium zu. Die Vertreter müssen allerdings mit der Mehrheit der Stimmen im Plenum gewählt werden. Die nächste Sitzungswoche des Bundestags beginnt am 20. November.

AFP/fn

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