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Wolfgang Kibucki warnt eindringlich vor den fatalen Folgen des Griechenland-Hilfspackets. 

Griechenland-Krise

FDP-Vize: Fatale Folgen des Hilfpakets

Kiel - Das dritte Hilfspaket für Griechenland wird nach Einschätzung von FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki gravierende negative Auswirkungen auf die politische Stimmung in ganz Europa haben.

„Mit dieser Entscheidung werden die nationalistischen Kräfte in allen EU-Staaten Zulauf bekommen“, sagte der Kieler Fraktionschef der Deutschen Presse-Agentur. Unter anderem in Schweden sei das gerade zu beobachten. „„Wir wollen nicht mit unserem Geld den Schlendrian anderswo finanzieren“ - das wird überall der Grundtenor sein. Dann werden wir sehen, dass der Gedanke der europäischen Integration Schaden nimmt.“

Im Hinblick auf das Griechenland-Hilfspaket werden Kanzlerin Angela Merkel und die CDU nach Kubickis Ansicht in diesem Herbst erheblichen Erklärungsbedarf gegenüber der deutschen Bevölkerung bekommen. „Das gilt vor allem, wenn der Internationale Währungsfonds erklären wird, dass er sich nicht mit weiteren Milliardensummen an der angeblichen Rettung Griechenlands beteiligt.“

Ohne vernünftige Verwaltung und Justiz und ohne ein richtiges Steuersystem könne Griechenland seine Probleme nicht lösen, sagte Kubicki. „Das ist reine Illusion - wer das Land kennt, weiß, dass die Verabschiedung von Gesetzen das eine ist und die Administration das andere.“ Ohne Hilfe mit qualifiziertem Personal aus EU-Staaten beim Aufbau einer ordentlichen Verwaltungsstruktur werde Griechenland keine entscheidenden Fortschritte erzielen, sagte Kubicki.

dpa

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