+
Die FDP plädiert dafür, die hohen Haushaltsüberschüsse direkt an die Bürger zurückzugeben. Foto: Andreas Gebert

125 Euro für jeden

FDP will die hohen Haushaltsüberschüsse auszahlen lassen

Auch wenn die lange Hochkonjunktur in Deutschland schwächelt - die Steuerüberschüsse sind weiterhin riesig. Was tun damit? Den Bürgern zurückgeben, meint FDP-Chef Lindner.

Berlin (dpa) - Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner fordert, dass der Bund seinen zuletzt erzielten Milliardenüberschuss eins zu eins an die Bürger zurückzahlt - das wären nach seiner Rechnung 125 Euro pro Kopf.

Er sagte der "Bild am Sonntag", der Bund habe 2018 einen Überschuss von 11,2 Milliarden Euro erzielt. "Das ist Geld, das den Menschen abgenommen wurde, ohne dass eine Leistung dafür erbracht wurde. Im Geschäftsleben gibt man das zurück. Das sollte der Staat auch tun."

Denkbar sei eine sofortige Schuldentilgung oder eine Einmalzahlung an alle Menschen. "So könnte jeder 125 Euro pro Kopf erhalten. Für eine vierköpfige Familie wäre es ein Scheck über 500 Euro vom Finanzamt. Das stärkt die Massenkaufkraft."

Auch forderte der FDP-Vorsitzende ein "Moratorium bei Umverteilung und Subventionen". Trotz Rekordbeschäftigung seien die Lohnzusatzkosten in den vergangenen Jahren gestiegen. "Die Schuldenbremse des Grundgesetzes muss ergänzt werden. Politikern darf nicht länger der Griff in die Rentenkasse möglich sein, um populäre Versprechen abzugeben, die künftige Beitragszahler finanzieren müssen." Er warnte: "Wir müssen gegensteuern, damit Deutschland nicht in eine Rezession rutscht."

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Carola Rackete: Salvini kann ihre Ausweisung kaum erwarten und findet böse Worte
Kapitänin Carola Rackete gehört nach Angaben ihres Anwalts nicht mehr zur aktuellen Crew des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3".
Carola Rackete: Salvini kann ihre Ausweisung kaum erwarten und findet böse Worte
Zitteranfälle bei Kanzlerin häufen sich - Wagenknecht rühmt Merkel: „Aber irgendwann ...“
Weil Angela Merkel einige Zitteranfälle hatte, ist ihr Gesundheitszustand immer häufiger Gesprächsthema. Sahra Wagenknecht scheint die Gründe zu kennen.
Zitteranfälle bei Kanzlerin häufen sich - Wagenknecht rühmt Merkel: „Aber irgendwann ...“
Demos in Kassel: 10.000 zu 100 gegen Rechtsextremismus - doch eine bange Frage bleibt
Sieben Wochen nach Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sind rechte Demonstranten in Kassel aufmarschiert. Es gab mehrere Festnahmen. 
Demos in Kassel: 10.000 zu 100 gegen Rechtsextremismus - doch eine bange Frage bleibt
Schwere Luftangriffe im Jemen
Seit 2014 wird im Jemen gekämpft. Immer wieder erschüttern Explosionen die jemenitische Hauptstadt Sanaa. Diesmal greift die von Saudi-Arabien angeführte …
Schwere Luftangriffe im Jemen

Kommentare