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SUV - geliebt und gehasst. Die hessische Linke will ein Produktionsverbot erreichen.

Feindbild SUV

Kommentar: „Die Linke“ will die SUV-Produktion verbieten: Eine unseriöse Haudrauf-Forderung

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Die hessische Linke hat auf ihrem Landesparteitag die SUV-Produktion als ein Grundübel für den Klimawandel ausgemacht und stellt radikale Forderungen. Ein Kommentar

München - Dass „Die Linke“ den „bösen Kapitalismus“ verteufelt und das Klima vor ihm schützen will - geschenkt. Das Abarbeiten am System gehört traditionell zum guten Ton, genauso wie das Vergessen um die Umweltsünden im real existierenden Sozialismus des damaligen Ostblocks. Doch hat „Die Linke“ auf dem hessischen Landesparteitag ihr Feindbild-Portfolio erweitert - nicht besonders originell und neu, aber dafür populär und mit garantierter Aufmerksamkeitserzeugung - die SUV-Produktion soll beendet werden (fr.de*).

Parteitag mehrheitlich für SUV-Verbot

Zuerst waren die Forderungen noch relativ moderat, es solle „lediglich“ ein Verbot von schweren Autos, den so genannten SUV, in den Innenstädten verhängt werden. Im Laufe der Veranstaltung gingen die Forderungen aber noch ein paar Schritte weiter. Der Parteitag des hessischen Landesverbands sprach sich mehrheitlich dafür aus, die Herstellung von SUV unverzüglich zu verbieten.

SUV-Verbot - realistische Forderung der Linken? Stimmen Sie ab

Freilich sind Motoren mit hohem Spritverbrauch und somit großem Schadstoffausstoß Teil des Umweltproblems - dennoch stellt sich die Frage, ob undifferenzierte Forderungen einen Sinneswandel herbeiführen. Eine Partei, die kategorisch eine Fahrzeugklasse verdammt, anstatt eine Verbrauchs-Obergrenze für alle Autos vorzuschlagen, muss sich vorwerfen lassen, das Thema nicht seriös zu behandeln.

Schon in der Vergangenheit musste das SUV immer wieder für Symbolaktionen herhalten, erst vor Kurzem prangerten Umweltschützer von Greenpeace die Klimapolitik der Union an und änderten deren Logo an der Parteizentrale von „CSU“ in „SUV“, wie Merkur.de* berichtete. 

Linken-Forderung gefährdet Arbeitsplätze: SUV-Neuzulassungen dieses Jahr bei rund 30 Prozent 

SUV sind auch in Deutschland enorm beliebt und machen einen Großteil des Absatzes aus - umweltschonende Innovationen und frische Ideen haben längst dafür gesorgt, dass diese Fahrzeugkategorie nicht mehr für „spritschluckende Monster“ steht. 

Rund 8 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Deutschlands gehen direkt oder indirekt auf die Autoproduktion zurück, über 800.000 Menschen arbeiten in Deutschland bei Autobauern und Zulieferern. Unterstützung von Gesellschaft, Politik und Industrie sind konstruktive und geeignete Mittel, um den Arbeitern (die Kernklientel der Linken) auch in Zukunft diese Jobs zu erhalten. Mit simplen Haudrauf-Parolen und Verboten wird man seinen Stammwählern nicht gerecht.  

SUV-Forderung aus Hessen: Linke-Ministerpräsident Ramelow fährt dagegen dicken Dienstwagen

Längst gibt es zahlreiche SUV, insbesondere der aktuellen Generation, die moderate 4 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern verbrauchen. Werte, die von so mancher Limousine, Van und gar Mittelklassewagen längst nicht erreicht werden. Vom Dienstwagen eines Bodo Ramelow, der erste Linke-Ministerpräsident eines deutschen Bundeslandes, ganz zu schweigen. Der Landesvater von Thüringen fährt einen BMW 750, mit einer Leistung von 400 PS und einem realen CO2-Ausstoß von 247g/km. Zum Vergleich: Laut Aussage von Ferdinand Dudenhöffer (Universität Duisburg-Essen) hätten neu zugelassene SUV in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Durchschnitt 144,1 Gramm CO2 pro Kilometer ausgestoßen.

Jetzt sorgt ein Porsche-Besitzer für Aufsehen im Netz: Er will seinen neuen Porsche Cayenne E-Hybrid gleich wieder verkaufen. Bei der Begründung ist es herzlich ehrlich.

Stefan Stukenbrok

*Merkur.de und fr.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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