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US-Justizminister Eric Holder kündigte eine umfassende Untersuchung der Polizeigewalt in Ferguson an.

Nach Tod von Jugendlichem

Ferguson: Ministerium ermittelt gegen Polizei

Ferguson - Das US-Justizministerium weitet die Ermittlungen zu den tödlichen Polizeischüssen auf einen schwarzen Teenager in der Stadt Ferguson aus.

Justizminister Eric Holder kündigte am Donnerstag an, mögliche Bürgerrechtsverletzungen durch die Polizei in der Vorstadt von St. Louis systematisch überprüfen zu lassen. Hintergrund sind Beschwerden der mehrheitlich afroamerikanischen Bevölkerung von Ferguson über die Praktiken der überwiegend weißen Polizeitruppe.

Der unbewaffnete schwarze Teenager Michael Brown war in der Vorstadt im Bundesstaat Missouri am 9. August von einem weißen Polizisten erschossen worden. Ferguson wurde daraufhin tagelang von schweren Ausschreitungen erschüttert. An dem Fall entzündete sich eine landesweite Debatte über rassistische Polizeigewalt.

Das US-Justizministerium hatte vergangenen Monat bereits eine Untersuchung zu möglichen Bürgerrechtsverletzungen eingeleitet, die sich aber nur gegen den Polizisten richtet, der die tödlichen Schüsse auf Brown abfeuerte. Außerdem leitete die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Missouri ein Strafverfahren gegen den Beamten ein, über eine Anklageerhebung muss noch eine sogenannte Grand Jury aus zwölf Schöffen befinden.

Die neuen Ermittlungen würden allgemein die "Gewaltanwendung, darunter tödliche Gewalt" durch die Polizei in Ferguson unter die Lupe nehmen, sagte Holder in Washington. So werde das Vorgehen der Beamten bei Personenkontrollen, Durchsuchungen und Festnahmen beleuchtet. Auch der Umgang mit Verdächtigen in Untersuchungshaft kommt demnach auf den Prüfstand. Holder erklärte, der Bürgermeister und der Polizeichef von Ferguson hätten ihre "volle Kooperation" zugesagt.

AFP

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