Polizisten haben den Zugang zu dem Einkaufszentrrum in Brüssel abgesperrt. Foto: Olivier Hoslet
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Polizisten haben den Zugang zu dem Einkaufszentrrum in Brüssel abgesperrt. Foto: Olivier Hoslet
Einkaufszentrum in Brüssel. Am frühen Morgen hatte ein Zeuge etwas Verdächtiges beobachtet. Foto: Olivier Hoslet
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Einkaufszentrum in Brüssel. Am frühen Morgen hatte ein Zeuge etwas Verdächtiges beobachtet. Foto: Olivier Hoslet
Die Sicherheitsstufe in Belgien ist weiter auf der zweithöchsten Stufe. Foto: Olivier Hoslet
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Die Sicherheitsstufe in Belgien ist weiter auf der zweithöchsten Stufe. Foto: Olivier Hoslet
Einsatzkräfte in der belgischen Hauptstadt. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Foto: Olivier Hoslet
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Einsatzkräfte in der belgischen Hauptstadt. Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Foto: Olivier Hoslet
Der morgendliche Terroralarm sorgte für große Aufregung in der Stadt. Foto: Olivier Hoslet
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Der morgendliche Terroralarm sorgte für große Aufregung in der Stadt. Foto: Olivier Hoslet
Ein Großeinsatz mit Spezialkräften und Sprengstoffexperten wurde eingeleitet. Foto: Olivier Hoslet
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Ein Großeinsatz mit Spezialkräften und Sprengstoffexperten wurde eingeleitet. Foto: Olivier Hoslet

Falscher Bombenalarm in Brüssel: Sprengstoffgürtel aus Keksen

In Belgien wird seit Wochen befürchtet, dass islamistische Terroristen Anschläge auf Einkaufszentren verüben könnten. Jetzt löst ein Anrufer in Brüssel mit einem Schauermärchen Alarm aus.

Brüssel (dpa) - Mit einer Sprengstoffgürtel-Attrappe hat ein psychisch gestörter Mann in Brüssel Terroralarm auslöst. Laut Staatsanwaltschaft meldete sich der Verdächtige bei der Polizei und behauptete, man habe ihn nach einer Entführung mit einer ferngesteuerten Bombe vor einem Einkaufszentrum ausgesetzt.

Daraufhin wurde ein Großeinsatz mit Spezialkräften und Sprengstoffexperten eingeleitet. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass der Mann offensichtlich Schauermärchen erzählte. Analysen ergaben, dass der vermeintliche Sprengstoffgürtel nur Salz und Kekse enthielt. Auch Hinweise auf eine Entführung fanden sich nicht.

Der Anrufer wurde festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei ihm um einen 1990 geborenen Mann, der bereits mehrfach wegen psychischer Probleme aufgefallen war. Zuletzt hatte er sich beispielsweise bei der Polizei gemeldet und behauptet, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anschließen zu wollen.

In Brüssel sorgte der morgendliche Terroralarm erneut für große Aufregung. Premierminister Charles Michel begab sich sogar ins nationale Krisenzentrum, um den Polizeieinsatz zu verfolgen.

Bei Anschlägen am Brüsseler Flughafen sowie in einer Metrostation in der Innenstadt hatten Selbstmordattentäter am 22. März 32 Menschen mit in den Tod gerissen. Seitdem vergeht kaum eine Woche ohne neue Großeinsätze der Polizei. Erst am Wochenende wurden zwölf Menschen bei Razzien festgenommen, drei von ihnen im kamen wegen des Vorwurfs des versuchten "terroristischen" Mordes in Haft.

Mitteilung der Staatsanwaltschaft

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