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Seit rund zwei Monaten protestieren Palästinenser an der Grenze zu Israel. Dabei tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben mindestens 116 Demonstranten.

Hamas berichtet von Gesprächen

Feuerpause im Gazastreifen? Israelischer Funktionär äußert sich martialisch

Nach der jüngsten Gewalt im Gazastreifen haben Israel und Palästinenservertreter laut radikalislamischer Hamas eine Feuerpause vereinbart.

Jerusalem - Es sei beschlossen worden zu einer Waffenruhe zurückzukehren, erklärte Chalil al-Haja, Hamas-Vize in Gaza, am Mittwoch. Die Hamas sei bereit, sich an den Waffenstillstand zu halten, solange Israel dies auch tue, fügte er hinzu. Israel bestritt allerdings umgehend eine solche Vereinbarung. "Diejenigen, die mit der Gewalt begonnen haben, müssen sie auch beenden", sagte Geheimdienstminister Israel Katz in einem Radiointerview.

Die israelische Armee hatte in der Nacht zu Mittwoch nach eigenen Angaben erneut Ziele im Gazastreifen aus der Luft angegriffen. Demnach seien 25 "militärische Ziele" der Hamas getroffen worden. Bereits am Dienstag hatte die israelische Luftwaffe Ziele radikaler Islamisten im Gazastreifen angegriffen, nachdem dutzende Geschosse der Hamas und der Gruppe Islamischer Dschihad auf israelisches Gebiet abgefeuert worden waren. 

Katz sagte, Israel werde die Hamas für jeden Schuss gegen sein Land zahlen lassen.

Heftige Proteste seit etwa zwei Monaten

Islamischer Dschihad, die zweitmächtigste Gruppierung im Gazastreifen nach der Hamas, hatte bereits am Dienstag mitgeteilt, es sei unter ägyptischer Vermittlung eine Feuerpause ausgehandelt worden.

Seit rund zwei Monaten protestieren Palästinenser an der Grenze zu Israel. Dabei tötete die israelische Armee nach palästinensischen Angaben mindestens 116 Demonstranten. Die israelische Armee meldete einen getöteten Soldaten.

afp

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