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Die beide Anwälte des französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon, Pierre Cornut-Gentille (l.) und Antonin Levy.

Skandal um Fillons Frau

Fillon-Anwälte halten Ermittlungen für illegal

Paris - Die Anwälte des französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon gehen in die Offensive und haben die Finanz-Staatsanwaltschaft des Landes scharf angegriffen.

Der Anwalt des unter Druck geratenen französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon hat eine Klage wegen schwerer Verstöße gegen das Ermittlungsgeheimnis angekündigt. Es sickerten ständig Informationen aus den Ermittlungen durch, bei denen es sich um Elemente zulasten des konservativen Fillon handele. Das sagte der Jurist Antonin Lévy am Donnerstag in Paris.

Die Finanzstaatsanwaltschaft des Landes ermittelt seit gut zwei Wochen in der Affäre um die angebliche Scheinbeschäftigung von Fillons Frau Penelope im Parlament. Die Affäre war durch Veröffentlichungen im Enthüllungsblatt „Le Canard enchaîné“ ins Rollen gekommen. Lévy kritisierte, dass unter anderem Termine für Justiz-Anhörungen sofort in die Medien gelangt seien.

Er griff auch die Finanzstaatsanwaltschaft an. Deren Vorermittlungen zur Beschäftigung von Penelope Fillon seien illegal, weil die Behörde nicht zuständig sei. Der Tatbestand der Veruntreuung öffentlicher Mittel, den die Ermittler prüfen, sei nicht auf Abgeordnete anwendbar. Er forderte die Staatsanwaltschaft auf, sich für nicht zuständig zu erklären.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Elabe verliert der 62 Jahre alte Fillon als Spitzenkandidat der bürgerlichen Rechten weiter an Zustimmung. Wegen der Vorwürfe hätten nur noch 22 Prozent der Befragten eine positives Bild von ihm, das sei innerhalb eines Monats ein Rückgang um 13 Prozentpunkte.

Der unabhängige Kandidat und Polit-Jungstar Emmanuel Macron legte hingegen um 2 Punkte auf 43 Prozent zu. Dem 39-Jährigen wird in Umfragen zugetraut, in der entscheidenden Wahlrunde im Mai der Rechtspopulistin Marine Le Pen Paroli bieten zu können.

dpa

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