9,5 Milliarden Euro

Finanzloch öffentlicher Kassen geschrumpft

Wiesbaden - Die öffentlichen Kassen verfügen über mehr Geld. Vor allem dank sprudelnder Steuern und Abgaben.

Das Loch in den öffentlichen Kassen in Deutschland hat sich auf 9,5 Milliarden Euro verkleinert. Das Minus war 2013 somit um 1,5 Milliarden Euro niedriger als im Jahr davor, aber um 3,1 Milliarden Euro höher als 2011, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte.

Im Unterschied zu dieser Statistik ergab die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung vor kurzem ein leichtes Plus für 2013. Der Grund sind methodische Unterschiede. Die am Montag vorgelegte Kassenstatistik berücksichtigt - anders als die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung - auch finanzielle Transaktionen wie Verkäufe, Käufe und Darlehen. Außerdem erfasst sie die Ausgaben und Einnahmen erst, wenn sie verbucht sind und nicht zu dem Zeitpunkt, wenn die Rechnung gestellt wird.

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sowie sprudelnde Steuern und Abgaben ließen die Einnahmen von Bund, Ländern, Kommunen sowie Sozialversicherung 2013 laut der Kassenstatistik gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 1,19 Billionen Euro steigen. Die Ausgaben erhöhten sich im gleichen Zeitraum nicht ganz so stark - um 2,5 Prozent auf 1,20 Billionen Euro.

Das Minus fällt kleiner aus

Das Defizit in den Kassen des Bundes verringerte sich im Jahresvergleich um 7,5 Milliarden auf 14,5 Milliarden Euro. Die Länder verbuchten ein Minus von 600 Millionen Euro - 5,2 Milliarden weniger als im Jahr zuvor. Die Kommunen und Kreise erreichten ein Plus von 1,1 Milliarden Euro (plus 200 Millionen). Einen Überschuss gab es auch bei der Sozialversicherung - dieser fiel mit 4,6 Milliarden Euro aber deutlich niedriger aus als im Vorjahr mit 15,9 Milliarden Euro.

Der Anstieg der Einnahmen ist vor allem auf höhere Steuern und Abgaben zurückzuführen. Diese legten um 2,9 Prozent auf 1,05 Billionen Euro zu. Die Einnahmen der Sozialversicherung aus den Beiträgen waren um 2,6 Prozent höher als im Vorjahr und betrugen 533,6 Milliarden Euro.

Bei den Ausgaben legten die Kosten für Sozialleistungen um 2,5 Prozent auf 386,2 Milliarden Euro zu. Die Aufwendungen für das Personal stiegen um 3,1 Prozent auf 243,2 Milliarden Euro. Am stärksten stiegen die Sachausgaben: um 4,1 Prozent auf 321,4 Milliarden Euro.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nato: Zusagen aus 15 Ländern für mehr Afghanistan-Truppen
Die Planungen für eine Aufstockung der Nato-Truppen in Afghanistan kommen voran. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt eine Erhöhung des deutschen Beitrags …
Nato: Zusagen aus 15 Ländern für mehr Afghanistan-Truppen
Supreme Court lässt Trumps Einreiseverbote teilweise zu
Es ist ein wichtiger Sieg für Donald Trump: Das Oberste US-Gericht setzt seine Einreiseverbote zumindest zum Teil in Kraft. Aber es gibt Ausnahmen, und endgültig …
Supreme Court lässt Trumps Einreiseverbote teilweise zu
Erster Schwerpunkt bekannt: Darauf setzen CDU und CSU im Wahlkampf
Rund 13 Wochen vor der Wahl zum Bundestag sickern erste Details zum Wahlprogramm der Union durch. In den Medien kursieren sogar bereits genauere Inhalte, des möglichen …
Erster Schwerpunkt bekannt: Darauf setzen CDU und CSU im Wahlkampf
Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo aus der Haft entlassen
Der Nobelpreisträger war 2009 zu elf Jahren Haft verurteilt worden, durfte das Gefängnis jetzt aber wegen einer schweren Erkrankung in Richtung Krankenhaus verlassen. …
Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo aus der Haft entlassen

Kommentare