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Markus Söder, Bayerns Finanzminister, will keinerlei Griechen-Rabatt.

Bayerns Finanzminister

Söder: Kein Schuldenerlass für Athen

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Athen/München – Nach der Neuwahl-Entscheidung in Griechenland droht die Euro-Krise wieder aufzuflammen. Deutsche Politiker appellieren an die Griechen, nicht – wie es die erstarkten Linken in Athen versprechen – vom Reform- und Sparkurs abzuweichen.

„Die Griechen entscheiden über ihre Zukunft selbst. Aber klar ist: Die Neuwahl ändert nichts an dem Kurs und an den Konditionen für die Unterstützung“, sagte Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) dem Münchner Merkur. „Dadurch darf kein Schuldenerlass erzwungen werden, auch ein Aufweichen der Kriterien kann es nicht geben.“

In Athen wird nach der gestern endgültig gescheiterten Präsidentenwahl das Parlament aufgelöst und am 25. Januar neu gewählt. Die als linkspopulistisch eingestufte „Syriza“ liegt in Umfragen vorne. Die Wahl sei „die wichtigste seit Jahrzehnten“, sagte der konservative Ministerpräsident Antonis Samaras. Ende Februar läuft das aktuelle Hilfsprogramm für Griechenland aus. Danach entscheidet sich, ob noch 7 Milliarden Euro Notkredite ausgezahlt werden. Andernfalls droht die Zahlungsunfähigkeit. Die Kurse an der Athener Börse brachen gestern um zeitweise 11% ein.

cd

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