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Rettungskräfte auf dem Marktplatz in Turku: Die Polizei hat auf einen Messerangreifer geschossen, der zuvor mehrere Menschen verletzt hatte. Foto: Facebook

Polizei fasst Verdächtigen

Zwei Tote bei Messerattacke in Turku

Gewalt in der Innenstadt von Turku: Zwei Menschen sterben, ein mutmaßlicher Angreifer wird von der Polizei angeschossen und festgenommen. Das Motiv liegt im Dunkeln. Gab es noch weitere Angreifer?

Helsinki (dpa) - Bei einer Messerattacke im Zentrum der finnischen Stadt Turku sind zwei Menschen getötet worden. Kurz nach der Tat wurde der mutmaßliche Angreifer wurde von der Polizei angeschossen und festgenommen.

Man kenne sein Motiv nicht und bemühe sich, die Identität zu klären, sagte der nationale Polizeichef Seppo Kolehmainen am Abend auf einer Pressekonferenz. Ein Messer sei sichergestellt worden.

"Bis jetzt betrachten wir dies nicht als einen Terrorangriff, aber wir können Terrorismus nicht ausschließen", sagte ein Sprecher der Kriminalpolizei. Nach möglichen weiteren Angreifern wurde gefahndet.

Wie genau die beiden Opfer zu Tode kamen, wollte die Polizei zunächst nicht sagen. Die Universitätsklinik teilte mit, ein Mensch sei erst im Krankenhaus gestorben, drei weitere seien in intensivmedizinischer Behandlung. Insgesamt seien neun Menschen ins Krankenhaus gekommen.

Der Sender YLE zitierte Augenzeugen mit den Worten, in der Innenstadt seien mehrere Schüsse zu hören gewesen. Auf Fotos waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge zu sehen. Die Polizei forderte die Bevölkerung am Nachmittag auf, die Gegend um den Tatort nicht zu betreten - möglicherweise gebe es weitere Täter. Die wichtigste Bibliothek der Stadt und ein Einkaufszentrum wurden evakuiert, wie YLE berichtete.

Die Polizeipräsenz an Bahnhöfen und am Flughafen von Helsinki wurde erhöht, Züge und Busse auf dem Weg aus der Stadt kontrolliert. Die Regierung wollte zu einer Sondersitzung zusammenkommen, wie Regierungschef Juha Sipila auf Twitter schrieb. Die Großstadt Turku liegt rund 170 Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt an der Westküste.

Twitter-Account der Polizei

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