+
Florian Pronold musste eine Schlappe bei der Wahl zum Landesvorsitz der SPD hinnehmen.

Landesparteitag der SPD

Schlappe für Pronold bei Wiederwahl

Augsburg - Der Landesvorsitzende Florian Pronold musste bei seiner Wiederwahl auf dem Landesparteitag in Augsburg am Samstag einen Dämpfer hinnehmen.

Mit 80,6 Prozent lag sein Ergebnis knapp vier Prozent unter dem von vor zwei Jahren. Generalsekretärin Natascha Kohnen erzielte mit 80,5 Prozent ebenfalls ein schlechteres Ergebnis als 2011 (85,1). Vor Pronolds Wiederwahl hatte Spitzenkandidat Christian Ude die Delegierten noch gewarnt: „Es gibt Schlachtenbummler und Wegbegleiter, die gerne zündeln.“ Er wünsche sich eine starke und geschlossene SPD. Udes Appell wurde aber offensichtlich nicht von allen Delegierten befolgt.

Landeschef Pronold hat vor allem bei den Jusos Gegner, zuletzt hatte auch der stellvertretende Landesvorsitzende Thomas Beyer Pronold kritisiert und beklagt. Beyer trat am Samstag in Augsburg nicht mehr an.

Das beste Ergebnis bei der Wahl der drei stellvertretenden Landesvorsitzenden erzielte die Oberpfälzer Landtagsabgeordnete Annette Karl mit 90,3 Prozent - ein Prozent weniger als bei der Vorstandswahl 2011. Der oberbayerische Bezirksvorsitzende Ewald Schurer musste sich mit 76,7 Prozent begnügen. Neu in die Stellvertreterriege gewählt wurde mit 84,5 Prozent Martin Burkert, der Vorsitzende der bayerischen SPD-Abgeordneten im Bundestag.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
In wenigen Tagen wird gewählt. Der Bundespräsident verurteilt Übergriffe und Randale rechter Gruppen. Der Zustand der Gesellschaft macht ihm Sorgen. Die AfD erwähnt er …
Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Donald Trump tritt vor die Vereinten Nationen: Das allein hat Sprengkraft. Seine Rede fällt für Trump-Verhältnisse sachlich aus, auch wenn es ihr nicht an Härte mangelt.
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Die Mietpreisbremse soll, was der Name sagt: den Anstieg von Mieten begrenzen. Das Berliner Landgericht hält das Instrument für verfassungswidrig. Ändern wird sich aber …
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat
Spitzenpolitiker stellen sich auf drei mögliche Regierungskoalitionen ein: Schwarz-rot, schwarz-gelb oder schwarz-grün. Wer könnte sich schon bald auf einem …
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat

Kommentare