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Ständig unter Feuer soll die SPD die CSU nehmen, wenn es nach Florian von Brunn geht.  

Kritik an Pronold und Kohnen

Florian von Brunn: SPD braucht mehr Attacken gegen CSU

München - Die SPD muss viel angriffslustiger werden. Das findet Florian von Brunn, der im Mai für den Landesvorsitz kandidiert. Der aktuellen Spitze wirft er einen falschen Umgang mit der CSU vor.

Der Umgangston im innerparteilichen Machtkampf um den Posten des SPD-Landeschefs in Bayern wird rauer. Der für das Amt kandidierende Landtagsabgeordnete Florian von Brunn hat dem bisherigen Vorsitzenden Florian Pronold und der als Generalsekretärin zur Parteispitze gehörenden Mitbewerberin Natascha Kohnen einen falschen Umgang mit der CSU vorgeworfen. 

„Wir müssen viel stärker offensiv spielen und angriffslustige Öffentlichkeitsarbeit machen. Ein Aschermittwoch im Jahr reicht nicht“, sagte er am Montag in München. Die CSU müsse wissen, dass die SPD sie bei jeder Gelegenheit unter Feuer nehme. „Das passiert bisher viel zu wenig.“

Kein Kommentar zu Abschiebungen

Als Beispiel nannte von Brunn einen fehlenden Kommentar der Bayern-SPD zu den Abschiebungen nach Afghanistan in der vergangenen Woche. Stattdessen habe die SPD-Spitze verkündet, dass alle Sitzplätze beim Politischen Aschermittwoch in dieser Woche in Vilshofen ausgebucht seien.

Über den künftigen Landesvorsitzenden sollen die SPD-Mitglieder per Urwahl abstimmen. Auf dem Parteitag am 20./21. Mai wird der Nachfolger Pronolds dann offiziell gewählt. Bis kommenden Dienstag (28. Februar) können Bewerber noch ihre Kandidatur anmelden - bislang gibt es fünf Bewerber.

dpa/lby

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