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Joachim Herrmann, Bayerns Innenminister, bat pensionierte Beamte um Hilfe.

Nach Initiative von Joachim Herrmann

Flüchtlinge: 400 Ruhestandsbeamte wollen helfen

München – Die Initiative von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Pensionisten in der Asylverwaltung einzusetzen, ist offenbar erfolgreich angelaufen: Rund 400 Ruhestandsbeamte wollen bei der Registrierung von Flüchtlingen helfen.

Bis Montagabend hatten sich nach Angaben des Ministeriums bayernweit rund 400 Bewerber gemeldet. Mit einigen seien bereits Arbeitsverträge als Aushilfe bei der Datenerfassung und Erstregistrierung in Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Bayern und München abgeschlossen worden, teilte ein Sprecher mit. Laut einzelner Bezirksregierungen seien auch schon Ruheständler eingesetzt worden.

Joachim Herrmanns Aufruf zur Hilfe bei Flüchtlingen war an rund 2600 pensionierte Beamte gegangen. Die meisten Rückmeldungen kamen laut Ministerium mit 92 aus Oberbayern als größtem Regierungsbezirk.

Flüchtlinge in Bayern und München: Joachim Herrmann begründet Initiative mit immensem Zustrom

Der Sprecher betonte, die Pensionisten sollten vor allem dazu beitragen, Asylbewerber und Flüchtlinge schneller auf Erstaufnahmeeinrichtungen in ganz Deutschland zu verteilen. Sie sollten weder Aufgaben bei der Polizei noch bei der Justiz erfüllen.

Joachim Herrmann hatte seine Initiative für Flüchtlinge in Bayern und München mit dem immensen Zustrom an Asylbewerbern begründet. Die Regierungen seien mit den derzeitigen Kapazitäten „kaum noch in der Lage, die verwaltungsmäßige Erstregistrierung zeitgerecht zu bewältigen“.

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