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Flüchtlinge in Libyen berichten von extremer Gewalt.

Menschenhandel und Zwangsprostitution

Flüchtlinge berichten von Folter und extremer Gewalt in Libyen

Tripolis - Aus Seenot gerettete Flüchtlinge aus Libyen berichten nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen über Folter und extreme Gewalt in dem Bürgerkriegsland.

Die Menschen erzählten von Menschenhandel, Zwangsprostitution, Entführungen, Vergewaltigungen und Gewalt, teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch mit. Die meisten Flüchtlinge, die versuchen, von Afrika aus über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, steigen in Libyen in die Schlepperboote.

„Oft kommen Patienten wegen Husten oder ähnlichen Beschwerden. Aber wenn sie dann ihr Hemd ausziehen, sieht man all die Narben, die ihnen durch Folter zugefügt wurden, und man kann erkennen, dass sie gebrochene Knochen haben“, sagt Erna Rijners, die als Ärztin im Mittelmeer unterwegs ist. Zahlreiche Patienten hätten eindeutig gewaltbedingte Verletzungen, etwa durch Schläge oder Macheten.

Im ersten Halbjahr 2016 haben nach Angaben des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 200 000 Menschen versucht, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen.

dpa

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