+
Flüchtlinge in Libyen berichten von extremer Gewalt.

Menschenhandel und Zwangsprostitution

Flüchtlinge berichten von Folter und extremer Gewalt in Libyen

Tripolis - Aus Seenot gerettete Flüchtlinge aus Libyen berichten nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen über Folter und extreme Gewalt in dem Bürgerkriegsland.

Die Menschen erzählten von Menschenhandel, Zwangsprostitution, Entführungen, Vergewaltigungen und Gewalt, teilte die Hilfsorganisation am Mittwoch mit. Die meisten Flüchtlinge, die versuchen, von Afrika aus über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, steigen in Libyen in die Schlepperboote.

„Oft kommen Patienten wegen Husten oder ähnlichen Beschwerden. Aber wenn sie dann ihr Hemd ausziehen, sieht man all die Narben, die ihnen durch Folter zugefügt wurden, und man kann erkennen, dass sie gebrochene Knochen haben“, sagt Erna Rijners, die als Ärztin im Mittelmeer unterwegs ist. Zahlreiche Patienten hätten eindeutig gewaltbedingte Verletzungen, etwa durch Schläge oder Macheten.

Im ersten Halbjahr 2016 haben nach Angaben des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 200 000 Menschen versucht, über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

EU: Keine Mehrheit für Abbruch der Türkei-Verhandlungen
Nach dem Verfassungsreferendum sind die Rufe nach einem Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei noch einmal lauter geworden. Doch auf hoher politischen …
EU: Keine Mehrheit für Abbruch der Türkei-Verhandlungen
Alternative zu Deutschland: AfD-Kandidatin Weidel wohnt in der Schweiz
München - Alice Weidel wird zusammen mit Alexander Gauland die AfD in den Wahlkampf führen. Einige Schweizer Medien haben nun herausgefunden, dass Weidel im Kanton Bern …
Alternative zu Deutschland: AfD-Kandidatin Weidel wohnt in der Schweiz
Festgenommener Soldat: Bundesregierung gesteht Fehler ein
Gießen - Wie kann ein Deutscher ohne Arabischkenntnisse Asyl als syrischer Flüchtling beantragen? Was führte der Soldat mit dem Doppelleben im Schilde? Das Rätselraten …
Festgenommener Soldat: Bundesregierung gesteht Fehler ein
Zoff um Beitritts-Gespräche mit Türkei: Gabriel „strikt“ gegen Abbruch
Valletta - Die EU streitet um die Beitrittsgespräche mit der Türkei. Sigmar Gabriel ist gegen einen Abbruch. Er befürwortet dafür eine andere Provokation gegen Erdogan.
Zoff um Beitritts-Gespräche mit Türkei: Gabriel „strikt“ gegen Abbruch

Kommentare