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In Athen haben rund 150 Menschen vor der deutschen Botschaft für die Zusammenführung von Flüchtlingsfamilien demonstriert.

Vor der deutschen Botschaft

Flüchtlinge demonstrieren in Athen - „Mama Merkel, open the doors!“

In Griechenland haben rund 150 Menschen für die Zusammenführung von Flüchtlingsfamilien demonstriert. Der Appell war unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet. Auch in Berlin gab es eine Protestaktion.

Athen - Rund 150 Menschen haben in Athen vor der deutschen Botschaft für die Zusammenführung von Flüchtlingsfamilien demonstriert. Sie skandierten „Deutschland, Germany!“ und „Mama Merkel, open the doors!“ An der Aktion beteiligten sich 14 vornehmlich syrische Flüchtlinge sowie Aktivisten und Flüchtlingshelfer.

Die sieben Männer und sieben Frauen, die nach eigenen Angaben seit mehr als einem Jahr darauf warten, mit Familienmitgliedern in Deutschland zusammengeführt zu werden, waren Anfang November für ihr Anliegen in den Hungerstreik getreten. Sie fordern Griechenland und Deutschland auf, die Wartezeit von maximal sechs Monaten zur Familienzusammenführung einzuhalten.

„Wir warten schon seit über einem Jahr“

„Wir haben sämtliche notwendigen Papiere, aber wir warten schon seit über einem Jahr“, sagte eine 33-jährige Syrerin der Deutschen Presse-Agentur. Eine andere Frau gab an, bereits 19 Monate auf die Familienzusammenführung mit ihrem Mann zu warten, der in Deutschland lebe.

In Griechenland warten nach offiziellen Angaben mehr als 4000 Menschen auf eine Familienzusammenführung. Dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge kann die Bearbeitung eines Antrags auf die Zusammenführung zehn Monate bis zwei Jahre dauern.

Demonstration auch in Berlin

Auch in Berlin haben am Mittwoch rund 40 Menschen vor dem Bundesinnenministerium für die Zusammenführung mit ihren geflüchteten Familienangehörigen aus Griechenland demonstriert. Die Teilnehmer, überwiegend männliche Migranten, hielten Plakate hoch, auf denen es in deutscher, englischer und arabischer Sprache unter anderem hieß: „Familienleben für alle“. Die Polizei sicherte die Veranstaltung.

Lesen Sie auch bei Merkur.de*: Familiennachzug bei Flüchtlingen: „Die Zahlen werden hochgespielt“

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dpa

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